Nun steht außerdem fest: Die Petition gegen die exorbitante Grundsteuererhöhung in Riedstadt hat bewirkt, dass entgegen dem, was im Haushaltssicherungskonzept für 2027 stand, es erst einmal keine weitere Erhöhung der Grundsteuer in Riedstadt geben wird.
Bis 2030, also bis zu den neuen Kommunalwahlen, werde der derzeitige Hebesatz nicht mehr weiter erhöht werden.
Klar, die Wiederwahl der CDU wäre ansonsten per se ausgeschlossen und die Empörung der Bürger nicht mehr einzutüten.
Marcus Kretschmann hat erkannt, dass "die Grundsteuer nicht zur bequemen Antwort auf jede Haushaltslücke werden dürfe". Genau, so ist es! Bravo! Hoffentlich sind seine Zuarbeiter auch so lernfähig wie er es plötzlich zu sein scheint.
Diese bemerkenswerte, wenn auch alles andere als vollständig befriedigende Botschaft entnahm man u.a. der Stadtverordnetenversammlung vom 5.11.26. Dort auch wurde der Feuerwehrbau in Riedstadt Mitte in Höhe von derzeit rund 26 000 Millionen Euro durchgeboxt, denn für kritische Fragen blieb keine Zeit, da die Mehrkosten täglich steigen würden. Wieso hat man eigentlich keinen unverbrüchlichen Festpreis angesetzt? Nein sagen, ist hier zukünftig geboten, um die Kostenspirale zu stoppen.
Die Feuerwehr ist wichtig. Das steht außer Frage. Hier teile ich die Meinung von Thomas Thyssen dahingehend, dass der Klimawandel die Feuerwehr zukünftig noch wichtiger mache als sie es ohnehin schon ist.
Deshalb auch plädiere ich gebetsmühlenhaft für Präventivmaßnahmen, um die Feuerwehr, aber auch unsere Geldbeutel zu entlasten.
Entsiegelung von sinnlos zugepflasterten Flächen und keine Nachverdichtung in den Ortteilen, damit bei Starkregen Wasser abfließen kann. Sparsamer Umgang mit Wasser, damit noch genügend davon für wichtige Dinge, wie etwa die Erhaltung unserer Fauna und Flora in den Hitzesommern vorhanden ist und es durch Dürre nicht zu Flächenbränden kommt.
Solaranlagen auf Feldern halte ich ebenso bedenklich wie den Bau von Rechenzentren im schönen Ried. Die Gründe werde ich in einer weiteren Kolumne näher ausführen. So viel nur: In Zeiten des Klimawandels sind verheerende Folgen nicht ausgeschlossen.
Der neue Kurs, den Markus Kretschmann eingeschlagen hat, muss man zumindest nicht tadeln und darf abwarten, was die geistige Wandlung an Überraschendem in der Zukunft noch zu bieten hat. Ich bin gespannt.
Helga König









