Am Samstag, den 20. Juni 2026 habe ich den Hurra-Artikel über die Einweihung des Klimaprojektes "Aus Grau wird Grün" im Groß-Gerauer Echo gelesen und darüber nachgedacht, ob der Häuptling von Riedstadt eine der Pflanzen, die er auf dem Foto dort so freudig anlacht, auch wirklich mit Namen kennt und weiß, wer sich hier von den gepflanzten Stauden in den kommenden Jahren durchsetzen wird.
10 000 Stauden (winzige Pflänzchen) wurden in der Heinrich-Heine-Straße und der Oppenheimer Straße in die Erde gebracht und müssen nun konsequent gegossen werden, um zu wachsen. Billig wird das auf Dauer für die Steuerzahler nicht sein, wenn man die Anwohner nicht zum Wässern verpflichtet.
Außer dem Prestige-Effekt für die hiesige Obrigkeit kann ich bislang keinen weiteren Nutzen erkennen, da nicht zuletzt aus Geldmangel keine Alleen entstehen können, die später mal den Asphalt beschatten. Die neu gesetzten Bäumchen sind nur auf jeweils einer Seite der Straßen in die Erde eingebuddelt worden und brauchen Jahre des Wässerns in Zeiten des Klimawandels, um überhaupt zu schattenspendenden Bäumen zu werden. Einseitig gepflanzt ist der Effekt aber mehr als fraglich.
Den in unmittelbarer Nähe der Oppenheimer Straße sich befindenden Friedhof mit riesigen Freiflächen (aufgrund der superteuren Grabstätten-Preise) zu bewalden, wäre eine Maßnahme, die ökologisch sinnstiftend wäre. Die Totenruhe wäre nicht gestört.
| Zaunlattich macht sich breit |
Ach ja, die Horror-Pflanze "Zaunlattich" hat sich in einem Beet auch schon breit gemacht. Kein Grund zum Feiern, sondern einzig zum Jäten! Eine schöne Freizeitarbeit für alle, die dem Projekt zugestimmt haben!
Aus "Grau wird Grün" beginnt in jedem Garten und bedingt, dass man die Grundsteuern nicht immer mehr erhöht. Ökologische Transformation kostet Gartenbesitzer Geld, deshalb darf man ihnen nicht immerfort in die Tasche greifen. Das nämlich ist kontraproduktiv.
Helga König