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Sonntag, 17. März 2019

Sonntagskolumne: Helga König, 17.3.2019

Am 12. März schrieb ich folgenden Tweet: "Was ist wirklich wichtig im Zusammenhang mit Kommunikation? Ich fang mal an und bitte Euch fortzufahren mit der Liste: 
1. Entspanntheit "

Genannt wurden: 
4x Zuhören 
4x Respekt 
3x Offenheit 
2x Empathie 
2x Vertrauen
2x Ausreden lassen, ohne zu unterbrechen
2x Entspanntheit 
1x Demut, im Sinne von „sich selbst nicht für das Maß aller Dinge halten.“ 
1x Neutralität 
1x Emotionale Ausgeglichenheit 
1x Meinungsoffen sein… Perspektive wechseln 
1x Wertschätzung 
1x Augenhöhe 
1x Herzlichkeit 
1x Miteinander lachen können
1x Mitdenken, wenn der andere redet. 
1x Ehrlichkeit 
1x Absolute Ehrlichkeit 
1x Interesse 
1x Fairness 
1x Toleranz 
1x Aufmerksamkeit 
1x Konzentration 
1x Präsenz 
1x Mimik und deutliches Mundbild. 

"Wikipedia lässt seine Leser wissen: #Kommunikation (lateinisch communicatio ‚Mitteilung‘) ist der Austausch oder die Übertragung von Informationen, die auf verschiedenen Arten (verbal, nonverbal) oder verschiedenen Wegen (Sprechen, Schreiben) stattfinden kann. 

"Information" ist in diesem Zusammenhang eine zusammenfassende Bezeichnung für Wissen, Erkenntnis, Erfahrung oder Empathie. Mit "Austausch" ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen gemeint; "Übertragung" ist die Beschreibung dafür, dass dabei Distanzen überwunden werden können, oder es ist eine Vorstellung gemeint, dass Gedanken, Vorstellungen, Meinungen und anderes ein Individuum "verlassen" und in ein anderes "hineingelangen". Dies ist eine bestimmte Sichtweise und metaphorische Beschreibung für den Alltag – bei genaueren Beschreibungen des Phänomens Kommunikation wird die Anwendung dieser Metapher allerdings zunehmend schwieriger."* 

Was ist wirklich wichtig, um Kommunikation glücken zu lassen? Diese Frage sollten wir uns in Zeiten der #Kommunikationsgesellschaft immer wieder stellen und uns die einzelnen relevanten Punkte bewusst machen, um auf diese Weise fruchtbaren, geistigen Austausch zu mehren. 

Die Liste, eine Momentaufnahme, - freilich ohne statistische Aussagekraft- habe ich bewusst mit dem Verhaltensmuster der Entspanntheit, sprich emotionalen Ausgeglichenheit begonnen, weil ein diesbezüglicher Mangel zu vorschnellen Äußerungen, mitunter sogar zu unbedachten Beleidigungen führen können- speziell in den sozialen Netzwerken, wo Mimik und ein deutliches Mundbild ja bekanntermaßen nicht vorkommen, es sei denn ein User postet Clips von sich oder anderen. Die Folgen sind dann in der Regel, verbale Scharmützel, Verschnupftheit, Shitstorm und Kontaktabbruch, die keiner braucht. 

#Zuhören und #Respekt sind neben #Offenheit die Verhaltensarten, die am meisten genannt worden sind. 

Dem Zuhören zugeordnet werden können Aufmerksamkeit, Konzentration, Präsenz, Zugewandtheit und Entspanntheit.

Dem Respekt zugeordnet werden können Ausreden lassen, ohne zu unterbrechen, Wertschätzung, Demut, im Sinne von sich selbst nicht für das Maß aller Dinge halten, Augenhöhe, Fairness, Mitdenken, wenn der andere spricht, Interesse, Zugewandtheit, Ehrlichkeit, absolute Ehrlichkeit, Präsenz, Neutralität, Empathie und Toleranz. 

Der Offenheit zugeordnet werden können meinungsoffen sein…Perspektive wechseln,  Ehrlichkeit,  absolute Ehrlichkeit, Toleranz, Entspanntheit, Herzlichkeit und Lachen.

Eine Userin hat drei emojis gepostet, die für Entspanntheit, Herzlichkeit und Lachen stehen. Um Kommunikation angenehm zu gestalten, halte ich dieses Verhalten übrigens auch für sehr wichtig, weil sie Offenheit und auch Zugewandtheit dokumentieren. 

Neutral zuzuhören und mitzudenken, wenn der andere redet, bedeutet sich selbst nicht für das Maß aller Dinge zu halten und zum Perspektivwechsel bereit zu sein, unter Umständen seine Meinung zu ändern und vor allem nicht zu verhärten. Verhärtungen sind das Aus für geglückte Kommunikation.

Woran scheitert Kommunikation endgültig? Nach meiner Erfahrung am mangelnden Vertrauen in bestimmte Eigenschaften des Gesprächspartners, allen voran Fairness, Ehrlichkeit und Respekt, an mangelnder Toleranz anderen Meinungen gegenüber und an der Nichtbereitschaft, auf gleicher Augenhöhe sich auszutauschen. 

Kurzum: Kommunikation scheitert selten an Inhalten, sondern fast immer an unliebsamen Verhaltensmustern.  So sind Borniertheit, Arroganz und Unehrlichkeit  m. E. die Totengräber für geglückte Kommunikation. 

Wer ein geschätztes Mitglied der Kommunikationsgesellschaft sein möchte, sollte das Lachen nicht verlernen und sich in Empathie üben, dann sind Toleranz, Respekt und Offenheit nämlich kein Problem, dann auch hört man anderen gerne entspannt zu und akzeptiert - nicht sauertöpfisch-, dass Konsens nicht immer und überall möglich ist.


 Helga König

Wikipedia: Kommunikation 

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