Impressum

Das Impressum finden Sie auf der Hauptseite von "Buch, Kultur und Lifestyle- Das Magazin für den anspruchsvollen Leser" wwww.rezensionen.co

Sonntag, 1. Februar 2026

Sonntagskolumne Helga König: 1. Feb.2026

Anknüpfend an meine Sonntagskolumne vom 25.1.26 möchte ich heute an dieser Stelle lobend erwähnen, dass man zwischenzeitlich, so  jedenfalls in der Tagesschau von letzter Woche, darüber nachdenkt, die Tabaksteuer, eventuell auch die Steuer auf Alkohol zu erhöhen, um diese Mehreinnahmen den leeren Krankenkassen zukommen zu lassen. 

Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) bekundete: "Der Tabakkonsum kostet Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschenleben und verursacht über 30 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten sowie fast 70 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Folgekosten." 

Ich halte die angedachte Maßnahme wirklich für sehr begrüßenswert und hoffe, dass man- ähnlich wie in England- auch bei Zucker und Produkten, die viel von diesem Suchtmittel enthalten, darüber hinaus auch noch bei Transfetten ähnlich vorgehen wird. 

Der Bürger hat es in der Hand, ob er konsumiert und zahlt oder es lässt. Es ist ziemlich sicher, dass die sogenannten Wohlstandkrankheiten sich verringern würden, die Ärzte nicht mehr überbelastet wären und die Kassen nicht mehr leer. Utopische Preiserhöhungen schrecken zwar nicht alle, so doch viele ab, die zunächst selbstredend protestieren.

Natürlich wird die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie 1000 Einwände vorbringen, um diese Maßnahmen zu verhindern, aber man sollte ihnen kein Gehör schenken, sondern einzig die Gesundheit der Bürger und das Problem der leeren Kassen im Auge haben. 

Ich kannte nicht wenige Menschen, die vor ihrem 60. Lebensjahr aufgrund von starkem Zigarettenkonsum an Lungenkrebs gestorben sind, andere, die wegen teerbedingtem Plaque einen Herzinfarkt bekamen. Hinzu kommen die früh Verstorbenen durch dauerhaften Alkoholkonsum und all jene, die durch Zuckerkonsum schwer erkrankten, so etwa ein Bein amputiert bekamen, an Krebs erkrankten etc. etc. 

In Deutschland leiden, so Google, etwa 20 bis 30 Millionen Menschen an Bluthochdruck, was rund jedem dritten Erwachsenen entspricht (ca. 30-36%) und schätzungsweise rund 5 Millionen Menschen nehmen hierzulande Cholesterinsenker, um keinen Hirnschlag oder Herzinfarkt zu bekommen. Kosten ohne Ende!

Eine veränderte Ernährung, eben ohne den Industriemüll, ein Nein zu Nikotin und Alkohol wäre sinnstiftender.  Natürlich nicht für die Pharmaindustrie.

Helga König