Die wichtigste Herausforderung an uns alle ist, keinen zu kränken, denn Kränkungen führen zu Leid, Verwerfungen und Unheil auf dieser Welt.
Das Handeln des Menschen wird nicht nur von seinem Verstand beeinflusst, wehe wenn die Seele krank und der Mensch an Schaltstellen sitzt.
Wer die Welt von der Dunstglocke der Depression befreien möchte, benötigt kein Schwert, sondern inneres Licht, das alles heiter erhellt.
Erfahrung muss nicht zwingend mit Schmerz verbunden sein, doch es ist Schmerz, der uns motiviert, aus Erfahrung zu lernen.
Es gibt viele Wege, Menschen glücklich zu machen, manchmal geschieht es durch ein Gespräch, das das Gegenüber alte Wege neu gehen lässt.
Eines anderen Freund zu sein, heisst auch, ihm zu helfen, seinen Weg des Glücks zu finden, mitunter fernab von uns selbst.
Wer den Zugang zu sich selbst verliert, ist zu allem fähig. Wer sich selbst nicht mehr zu lieben vermag, kann auch andere nicht mehr lieben.
Wer große Verantwortung zu tragen bereit ist, benötigt einen eisernen Willen, einen gut funktionierenden Verstand, eine gesunde Seele.
Viele Menschen sind ausgebrannt, weil sich andere an ihrem inneren Feuer bereichern, so lange bis Wärmemangel sie bewegungsunfähig macht.
In einer materialistisch ausgerichten Welt wird die Seele unterschätzt. Das meiste Unheil ergibt sich aus der Nichtbeachtung der Psyche.
Hätte wir in jungen Jahren als Rüstzeug Lebenserfahrung im Gepäck, würde uns später viel erspart bleiben
Die wichtigste Bildung ist Herzenbildung. Ohne sie wird der Umgang miteinander durch Kälte und reine Nutzenüberlegungen bestimmt.
Rechthaber entwickeln sich leicht zu Psychopathen. Umgang mit ihnen bringt wenig Freude.
Menschen, die bei anderen Fehler suchen, haben ein Problem damit ihren, Schatten anzuschauen.Sie wähnen sich perfekt, sind es aber nicht.
Sich seines Selbstwertes bewusst zu werden, schützt davor, dass andere unsere Gaben ausbeuten, um sich zu bereichern.
Sonntag, 29. März 2015
Helga König: Sentenzen März 2015
Ohne Nächstenliebe keinen Frieden auf dieser Erde.
Ideologien und Religionen werden seitens von Fanatikern und Gierhälsen zweckentfremdet, um menschenverachtende Ziele durchzusetzen.
Misstraue allem wenig Schlichten. Gespreiztes ist ein Indikator für Unehrlichkeit.
Menschen, die guten Willens sind, können stets miteinander sprechen, Probleme gemeinsam betrachten, versuchen sie aus der Welt schaffen.
Stabilität in einer Gesellschaft entsteht durch Rechtssicherheit, relativen Wohlstand für alle und Fairness untereinander.
Ein unstabiler Zustand ist die Basis dafür, dass Verunsicherte sich Rattenfängern anvertrauen, die sie zuverlässig in den Abgrund führen.
Unfrieden, nicht Krieg, ist ein Zustand der Verwirrung und Verunsicherung, den Gierhälse herbeiführen, um den unstabilen Zustand zu nutzen
Die Mehrzahl der Menschen auf dieser Welt möchte Frieden. Nur wenige Hetzer und Gierhälse wollen Unfrieden, um sich so zu bereichern.
Zu viel Lug und Trug, zu viel Hinterhalt hat uns eine Gesellschaft beschert, in der sich kaum einer wohl fühlen kann. Misstrauen überall.
Sollen Gemeinschaften gedeihen, muss man sich auf das verlassen können, was man einander zusagt.
Ideologien und Religionen werden seitens von Fanatikern und Gierhälsen zweckentfremdet, um menschenverachtende Ziele durchzusetzen.
Misstraue allem wenig Schlichten. Gespreiztes ist ein Indikator für Unehrlichkeit.
Menschen, die guten Willens sind, können stets miteinander sprechen, Probleme gemeinsam betrachten, versuchen sie aus der Welt schaffen.
Stabilität in einer Gesellschaft entsteht durch Rechtssicherheit, relativen Wohlstand für alle und Fairness untereinander.
Ein unstabiler Zustand ist die Basis dafür, dass Verunsicherte sich Rattenfängern anvertrauen, die sie zuverlässig in den Abgrund führen.
Unfrieden, nicht Krieg, ist ein Zustand der Verwirrung und Verunsicherung, den Gierhälse herbeiführen, um den unstabilen Zustand zu nutzen
Die Mehrzahl der Menschen auf dieser Welt möchte Frieden. Nur wenige Hetzer und Gierhälse wollen Unfrieden, um sich so zu bereichern.
Zu viel Lug und Trug, zu viel Hinterhalt hat uns eine Gesellschaft beschert, in der sich kaum einer wohl fühlen kann. Misstrauen überall.
Sollen Gemeinschaften gedeihen, muss man sich auf das verlassen können, was man einander zusagt.
Freitag, 27. März 2015
Helga König: Twittergedichte, Tranche 4
Menschen, die
vollständig
und
kompromisslos
im Jetzt leben
haben
keine Sehnsucht
hadern nicht
mit gestern
fühlen nur
JETZT
***
Freude
mit
dem Jetzt
verbinden
Sie fühlen
wenn
wir
tätig sind
wenn
wir
ruhen
Freude
stets und überall
Der Götterfunken
leuchtet
hell.
***
Unsere
Herausforderung
der Schatten
Sich ihm zu stellen
unsere Aufgabe
um zu erblühen
um zu reifen
um zu hoffen
auf immerwährend Licht
***
In
unserer
egomanen Welt
haben
wir verlernt
was es heisst
zu zeigen
dass wir
verbunden miteinander
Wir mit dem Todesflieger?
Wie das?
***
Wir
müssen
aufeinander
achten
uns dabei
nicht
kontrollieren
Achten
heisst
voller
Teilnahme
zeigen
Ich bin bei Dir
wenn Du mich brauchst
***
Wegducker
haben
Angst
vor der Schwäche
der vermeintlich Starken
vor deren
perversen
Machtobsessionen
unterwerfen
sich
wegduckend
täglich
***
Die Fratze
des Bösen
fühlt
sich
am wohlsten
dort
wo
Fanatismus herrscht
getarnt als
Ideologie
Religion
oder was auch immer.
***
Wer
durch
viele Höllen
gegangen
dabei
in die Fratze
des Bösen
sah
will nur
noch eines:
Licht
in die Finsternis
bringen
***
vollständig
und
kompromisslos
im Jetzt leben
haben
keine Sehnsucht
hadern nicht
mit gestern
fühlen nur
JETZT
***
Freude
mit
dem Jetzt
verbinden
Sie fühlen
wenn
wir
tätig sind
wenn
wir
ruhen
Freude
stets und überall
Der Götterfunken
leuchtet
hell.
***
Unsere
Herausforderung
der Schatten
Sich ihm zu stellen
unsere Aufgabe
um zu erblühen
um zu reifen
um zu hoffen
auf immerwährend Licht
***
In
unserer
egomanen Welt
haben
wir verlernt
was es heisst
zu zeigen
dass wir
verbunden miteinander
Wir mit dem Todesflieger?
Wie das?
***
Wir
müssen
aufeinander
achten
uns dabei
nicht
kontrollieren
Achten
heisst
voller
Teilnahme
zeigen
Ich bin bei Dir
wenn Du mich brauchst
***
Wegducker
haben
Angst
vor der Schwäche
der vermeintlich Starken
vor deren
perversen
Machtobsessionen
unterwerfen
sich
wegduckend
täglich
***
Die Fratze
des Bösen
fühlt
sich
am wohlsten
dort
wo
Fanatismus herrscht
getarnt als
Ideologie
Religion
oder was auch immer.
***
Wer
durch
viele Höllen
gegangen
dabei
in die Fratze
des Bösen
sah
will nur
noch eines:
Licht
in die Finsternis
bringen
***
Donnerstag, 19. März 2015
Helga König, Sentenzen März 2015
Wer seine Konkurrenten durch miese Methoden aus dem Weg räumt zeigt, dass er sich ihnen im fairen Wettbewerb nicht gewachsen fühlt.
Extrem gierige Menschen ziehen stets eine Spur von Leichen nach sich. Es gibt keine Ausnahmen, denn es ist ein Gesetz der Gier.
Ein guter Politiker will nicht Milliardär werden, sondern für den Frieden im Land und für das Wohlergehen der Bürger sorgen.
Schwache u. dabei ehrgeizige Persönlichkeiten sehen in Politik u.Wirtschaft eine Plattform ihr Defizit auszugleichen. Ergebnis: Stets fatal
Wer Oppositionsführer kaltblütig ermorden lässt, ist in erster Linie eines: ein Psychopath.
Einschüchtern, mundtot machen, ermorden, ewig die gleichen Methoden von gierigen Machtmenschen, mit der Persönlichkeit von Rumpelstilzchen.
Erkenntnis im zwischenmenschlichen Bereich ist eine Frage von Herz und Verstand gleichermaßen.
Emanzipation heisst auch, sich nicht durch das Karma Dritter in Abgründe und Unrecht ziehen zu lassen.
Fairness kann auch damit beginnen, dass ein Mensch vergangene Situationen, frei von Manipulationen Dritter neu betrachtet, erkennt was war
Menschen scheitern selten an ihren Fehlern. Diese sind korrigierbar. Menschen scheitern an ihrer hemmungslosen Selbstkritik.
Helga König
Helga König
Donnerstag, 26. Februar 2015
Helga König: Gedanken zum 60. Geburtstag von Michel Houellebecq, 26.2.2015
Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq hat heute Geburtstag. Ob er nun 1955 oder 1958 geboren ist, finde ich unerheblich, wichtig ist eigentlich nur, dass dieser blitzgescheite Intellektuelle in den 1990er Jahren zu schreiben begonnen hat und die Franzosen ihn alsbald als ihren neuen Voltaire feierten, während in Deutschland sich kein neuer Kant zu erkennen gab, den man hätte ähnlich feiern können. Vermutlich eine Frage des Fortune, vielleicht aber auch der besseren Ausbildungschancen..., wer weiß das schon?
Das erste Buch von Houellebecq, das ich las, war der Roman "Elementarteilchen". Ich erinnere mich noch gut an den Besuch im ZDF in Mainz, von wo aus das "Literarische Quartett" gesendet wurde. Marcel Reich-Ranicki stellte damals "Elementarteilchen" vor. Sein Sohn hatte ihm das Buch empfohlen und Marcel Reich-Ranicki war sehr begeistert. Da ich das Buch bereits gelesen hatte, wusste ich, weshalb es ihm so gut gefiel. Reich-Ranicki schätzte hochintelligente Autoren, die seine Fantasie anregten. Houellebecq war und ist prädestiniert für den Job eines brillanten Fantasiebeflüglers.
Soweit mich meine Erinnerung nicht trügt, diskutierten damals zudem der Literaturkritiker Peter Hamm sowie die Literatur-Kritikerinnen Sigrid Löffler und Verena Auffermann. Löffler war pikiert, weil sie offenbar das tiefere Anliegen Houellebecqs nicht verstehen wollte oder konnte.
Houellebecq war und ist seiner Zeit voraus. Seine Visionen sind das Ergebnis eiskalter Analysen. Sie stehen in keinem Widerspruch zu seinem poetischen Seite, sondern machen ihn erst vollständig als Bruder im Geiste Voltaires.
Später lieh ich "Elementarteilchen" an einen promovierten Chemiker aus, der ähnlich wie Sigrid Löffler schmallippig auf den Inhalt reagierte und las den allgemeinen Tenor in der Presse zu Houellebecq, der in Frankreich nicht grundlos gefeiert wurde.
Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Schatten und Houellebeqc traktiert diese Schatten mit Vorliebe. Das kann nicht gut gehen.
Als dann sein Roman "Plattform" auf dem deutschen Markt erschien, erlebte ich Houellebeqc in Frankfurt bei einer Lesung. Genau so hatte ich ihn mir vorgestellt. Ein irrer Kettenraucher, der vor Charme sprühte und die Damen in der ersten Reihe mit diesem etwas skurillen Charme unverkrampft beglückte, wenn er nicht gerade las. Amüsant.
Damals kaufte ich mir nach der Veranstaltung das Buch "Kampfzone" und die "Gedichte", die seine poetische Seite dokumentieren. Auch die Bücher, die dann folgten, las ich mit großem Interesse und werde mich demnächst zu seinem jüngsten Roman "Unterwerfung" äußern, den ich zur Hälfte bereits gelesen habe. Bücher guter Autoren verdienen es, in Ruhe studiert zu werden.
Houellebecq, der diplomierte Landwirtschaftsingenieur, der, bevor er Bücher verfasste, ähnlich wie Hermann Hesse übrigens Gedichte und Rezensionen schrieb, äußert in "Elementarteilchen" so bemerkenswerte Sätze wie:
"Das ist einer der wesentlichen Nachteile, die übergroße Schönheit einem Mädchen bringt: Nur die erfahrenen, zynischen, skrupellosen Verführer fühlen sich der Herausforderung gewachsen; und daher fällt im allgemeinen dem denkbar Unwürdigsten der Schatz ihrer Unschuld zu, und das ist für sie die erste Stufe eines unaufhaltsamen Niedergangs.“
Dieser Satz ist unendlich provokativ, aber auch sehr analytisch. Er deckt sich ähnlich mit meinen Beobachtungen wie sein Gedanken:
"Aus dem Individualismus erwachsen Freiheit und Selbstgefühl sowie das Bedürfnis, sich von allen anderen zu unterscheiden und sich ihnen überlegen zu fühlen.“
Houellebecq, der einstige Eliteschüler und hellwache Kopf getraut sich immer wieder, unliebsame Wahrheiten zu verbalisieren. Die Franzosen umarmen ihn dafür, während die Deutschen ihn klammheimlich abstrafen, indem sie Bilder von ihm veröffentlichen, die den Verdacht nahe legen, er sei heute 160 Jahre alt geworden oder vielleicht sogar schon mumifiziert.
"Realitätssinn, Lustprinzip, Konkurrenzfähigkeit, permanente Herausforderung, Sex und soziale Stellung all dies ist nicht gerade geeignet, um in laute Hallelujas auszubrechen."
Stimmt, Monsieur Houellebecq, deshalb lassen Sie uns besser über Poesie sprechen oder über gute französische Weine:-))
Helga König
Mittwoch, 25. Februar 2015
Helga König: Gedanken über ein Zitat von Beckett und einen sonderbaren Zufall.
"Die Zeit, die wir auf Erden zu verbringen haben, ist nicht lang genug, dass wir sie für etwas anderes einsetzen als für uns selbst." Beckett
Dieses Zitat las ich gestern auf Twitter und begann mich sogleich über den Inhalt zu wundern. Irgendetwas an dem Satz bereitete mir Missbehagen. Hatte ich ihn falsch verstanden?
Plötzlich fiel mir eine Rezension zu "Murphy" ein, d. h. zu einem Roman von Beckett, die ich 2011 gelesen und dann scheinbar vergessen hatte.
Plötzlich fiel mir eine Rezension zu "Murphy" ein, d. h. zu einem Roman von Beckett, die ich 2011 gelesen und dann scheinbar vergessen hatte.
Die obige Sentenz wirkte auf mich zunächst einmal sehr selbstbezogen, auch wenn die Selbstbezogenheit durch das Verwenden der 3. Person ein wenig relativiert erscheint.
Würde dieser Satz von einem neoliberal- agierenden Manager stammen, wäre alles klar, aber er wurde von dem irischen Schriftsteller und Nobelpreisträger Samuel Beckett (1906- 1989) formuliert, dessen bekanntestes Werk "Warten auf Godot" ich vor Ewigkeiten gelesen habe und mich insofern nur noch vage an den Inhalt erinnern kann.
Der Ire, der seit 1937 in Frankreich lebte, stammte väterlicherseits von Hugenotten ab. Der erste Roman, den er schrieb, hieß "Murphy". Tony Murphy? Um mich ein wenig kundig zu machen, las ich die Zusammenfassung dieses philosophischen Romans abermals. Erst kürzlich hatte man mir eine Lebensgeschichte erzählt, die mich genau daran erinnerte. Mein Gefühl hatte mich also nicht getäuscht...
Nun versuchte ich mich weiter kundig zu machen und las bei Wikipedia, dass es in Becketts Stücken um Folgendes gehe: "Die menschliche Existenz als Grenzsituation zwischen Leben und Tod, Gestalten, die auf der ewig enttäuschten Illusion des Wartens beharren oder in tragikomischer Hilflosigkeit die Gewissheit ihres Verfalls überspielen."
So gesehen, wird die Sentenz "Die Zeit, die wir auf Erden zu verbringen haben, ist nicht lang genug, dass wir sie für etwas anderes einsetzen als für uns selbst" begreifbar.
Diese Haltung ist allerdings überwindbar, wenn man sich dem Bunten und Heiteren zuwendet und sich mit anderem als mit dem Schatten seiner Seele auseinander setzt.
Helga König
Sonntag, 22. Februar 2015
Helga König: Gedanken zum 72. Todestag von #Sophie_Scholl
"Wir schweigen nicht, wir sind Euer böses Gewissen; die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe" (Flugblatt IV der Weißen Rose).
Heute vor 72 Jahren wurde die deutsche Widerstandskämpferin Sophie Scholl Opfer der braunen Pest hier im Lande. Sie, ihr Bruder Hans und ihr gemeinsamer Freund Christoph Probst, die mit anderen zusammen den Widerstandskreis "Weiße Rose"“ gebildet hatten, wurden am 22.2.1943 hingerichtet.
Mit mutigen Flugblattaktionen versuchten diese Studenten ein Zeichen der Humanität und Wahrhaftigkeit gegen die nationalsozialistische Terrorherrschaft zu setzen. Das genügte der niederträchtigen, braunen Mörderbande diese jungen Menschen kaltblütig zu töten.
Wer sich intensiver mit der Geschichte der Weißen Rose befassen möchte, dem empfehle ich das Buch "Die Weiße Rose" von Frank Sturm und vor allem den Film "Sophie Scholl -Die letzten Tage", den ich vor einiger Zeit auch rezensiert habe.
Das Beispiel dieser jungen Menschen zeigt, dass es sehr wohl möglich war, die Verkommenheit und Verlogenheit des Nationalsozialismus zu durchschauen und den Mut aufzubringen, Widerstand zu leisten.
Anbei ein Link zu den Flugblättern der Weißen Rose: http://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/weisse-rose/61009/flugblatt-i
Mein Denken und Fühlen gilt heute allen Mitgliedern der "Weißen Rose", vor allem aber Sophie Scholl, deren Lieblingszitat "Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben!" zu ihrer Lebensmaxime wurde, ein Leben, das im Alter von 21 Jahren unter dem Fallbeil geendet hat.
Sophie Scholl sagte "Ich für meine Person will mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun haben." Diese Haltung genügte, dass man ihr das Leben absprach, während übelste Nazi-Verbrecher nicht selten unerkannt nach dem Kriege als Wendehälse sich in der jungen Demokratie erneut Vorteile verschafften und dabei versuchten, die Grundgedanken der Französischen Revolution aufs Schändlichste zu untergraben.
Helga König
Sonntag, 15. Februar 2015
Helga König: Sentenzen 14/15.2.2015
1) Das Prinzip der Natur basiert auf Ausgleich, deshalb folgen auf eine große Flut eine große Ebbe und auf Regen Sonnenschein. Es zeugt von Klugheit, nachhaltig zu handeln, weil das Prinzip des Ausgleichs jeden trifft. Große Flut- große Ebbe. Regen-Sonnenschein. Das funktioniert über Generationen. Wer gierig zu viel nimmt, bewirkt ein Ungleichgewicht, dass die nächste oder übernächste Generation, sei es in Familien oder in der Gesellschaft auszubaden hat. Ein perfekt ausgeklügeltes System, das eigentlich zu vernünfigem Handeln führen müsste, wenn man sich um Erkenntnis bemüht.
2) Wer sich vehement gegen klärende Gespräche wehrt, möchte auf seinem Standpunkt beharren, weil er vielleicht in Ignoranz eine Tugend sieht.
3) Wer mit dem Persönlichkeitsmangel potentieller Käufer spielt, um Geschäfte zu machen, ist kein ehrenwerter Kaufmann, sondern ein Lump.
4) Der infantile Wunsch größer, besser und schöner als andere zu sein, entspringt einem Mangel an intellektueller und seelischer Reife.
5) Werden in Organisationen -egal welcher Art- Habgier, Missgunst u. Neid gefördert, so entwickeln sich gruppendynamisch darwinistische Prozesse
6) Systeme, die auf Habgier basieren, haben Zerstörung zur Folge. Immer.
7) Konflikte basieren oft auf dümmlicher Verbohrtheit und auf dem egomanen Beharren der eigenen Position. So findet man aber keinen Konsens
8)Solange Menschen miteinander kommunizieren und gemeinsam nach Lösungswegen aller Art suchen, beweisen sie Vernunft.
9) Nur Bewusstsein und Achtsamkeit führen zu einer friedlichen Welt. Das Böse kann nur dort herrschen, wo ein Mangel an Bewusstsein vorliegt.
10) Seelen atmen am ruhigsten, wenn sie einander Freude schenken können.
Helga König
Donnerstag, 12. Februar 2015
Helga König: Gedanken zu #Max_Beckmann, der heute vor 131 Jahren in Leipzig geboren wurde.
Heute Vormittag habe ich auf Facebook den nachstehenden Kommentar veröffentlicht, weil es mir wichtig war, an den Künstler Max Beckmann zu erinnern, dessen Bilder ich sehr mag und deshalb auch bereits zwei Kunstbände mit Werken von ihm auf "Buch, Kultur und Lifestyle" rezensiert habe.
Rezension: Max Beckmann: Von Angesicht zu Angesicht (Gebundene Ausgabe)
Rezension: Max Beckmann: Landschaften (Gebundene Ausgabe)
Rezension: Max Beckmann: Von Angesicht zu Angesicht (Gebundene Ausgabe)
Rezension: Max Beckmann: Landschaften (Gebundene Ausgabe)
Bei Künstlern, die von den Nazis während der NS-Zeit verfolgt wurden, ist es unsere besondere Pflicht, sie immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, um bewusst zu machen, wozu Verblendung und Ignoranz führen können.
Ich kommentierte:
Anbei ein Zitat von: Max Carl Friedrich Beckmann (* 12. Februar 1884 in Leipzig; † 27. Dezember 1950 in New York City). Er war ein deutscher Maler, Graphiker, Bildhauer, Autor und Hochschullehrer und wurde im April 1933 fristlos aus seiner Professur an der Frankfurter Städelschule entlassen. Er galt für die Nazis als einer der meistgehassten Künstler. (Siehe Wikipedia)
"Eigentlich ist es ja sinnlos, die Menschen, diesen Haufen von Egoismus (zu dem man selbst gehört), zu lieben. Ich tue es aber trotzdem. Ich liebe sie mit aller ihrer Kleinigkeit und Banalität. Mit ihrem Stumpfsinn und billiger Genügsamkeit und ihrem ach so seltenen Heldentum. Und trotzdem ist mir jeder Mensch täglich immer wieder ein Ereignis, als wenn er eben vom Orion heruntergefallen wäre. Wo kann ich dieses Gefühl stärker befriedigen als in der Stadt?... Bauern und Landschaft ist sicher auch etwas sehr Schönes und gelegentlich eine schöne Erholung. Aber das große Menschenorchester ist doch die Stadt." (Max Beckmann)
----------------------------------------------------------------------
Max Beckmann, ließ sich in seiner Menschenliebe nicht beirren.
Von ihm stammt der Satz: "Kunst dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung, der Verklärung oder dem Spiel." (1938)
Diese Sentenz erwähne ich bewusst, weil auf der Gastkolumnenseite von "Buch, Kultur und Lifestyle" die Künstlerin Doris Zeidlewitz, die an der Frankfurter Städelschule studiert hat, in "Ich erkenne Dich in mir" heute verdeutlicht, dass sie genau diesen Ansatz in ihrer Kunst umzusetzen sucht, d.h. erkenntnisfördernd wirken möchte.,
Max Beckmann hätte es gewiss gefreut, dass seine Gedanken bei Künstlern, die zu seinen Lebzeiten noch nicht geboren waren, auf fruchtbaren Boden gefallen sind und sein Geist auf Städelschüler lange nach seinem Tode noch immer wirkt.
Helga König
Mittwoch, 11. Februar 2015
Helga König: Gedanken zu der deutschen Dichterin Else Lasker-Schüler, die heute vor 146 Jahren geboren wurde.
"Ich weine -
meine Träume fallen in die Welt." Else Lasker-Schüler
Dichterinnen haben in vergangenen Jahrhunderten, ganz ähnlich wie Malerinnen selten einen größeren Bekanntheitsgrad erlangt. Die Ursachen lagen in den gesellschaftlichen Gepflogenheiten, wonach Frauen zwar durch ihr Aussehen, nicht aber durch ihr Können auffallen durften.
Dichterinnen haben in vergangenen Jahrhunderten, ganz ähnlich wie Malerinnen selten einen größeren Bekanntheitsgrad erlangt. Die Ursachen lagen in den gesellschaftlichen Gepflogenheiten, wonach Frauen zwar durch ihr Aussehen, nicht aber durch ihr Können auffallen durften.
Elke-Lasker Schüler (11.2.1869- 22.1. 1945), die Enkelin des Großrabbiners von Rheinland-Westfalen hatte einen Architekten und Bankier zum Vater, dennoch verstarb sie sehr arm, denn sie war ein Opfer der Nazis.
Lange lebte sie in Berlin und verkehrte dort im Intellektuellen-Kreis des "Romantischen Cafés".
Zu ihren Freunden zählten die Dichter Gottfried Benn und Georg Trakl, der Essayist Karl Kraus und der Maler Franz Marc.
Die Nazis verwiesen Lasker-Schüler als "morbide Kaffeehausliteratin" außer Landes. Sie emigrierte in die Schweiz und von dort über Ägypten nach Israel, wo sie mittellos im Jahre 1945 verstarb.
Verarmung mit den entsprechenden gesundheitlichen Folgen war das Schicksal vieler emigrierter Juden, die von den Nazis um ihre Habe bestohlen, zu Beginn der zwölf Jahre andauernden braunen Pest Deutschland verlassen mussten.
Gottfried Benn nannte Else Lasker Schüler 1945 "die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte".
Anlässlich ihres Geburtstages möchte ich eines ihrer Gedichte hier zitieren, um auf diese Weise an das Können dieser begnadeten Lyrikerin zu erinnern, die uns alle mit wundervoller Poesie beschenkte und dafür von den Nazis mit Hohn übergossen wurde.
Mein blaues Klavier
Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Und kenne doch keine Note.
Es steht im Dunkel der Kellertür,
Seitdem die Welt verrohte.
Es spielten Sternenhände vier –
Die Mondfrau sang im Boote.
–
Nun tanzen die Ratten im Geklirr.
Zerbrochen ist die Klaviatur.
Ich beweine die blaue Tote.
Ach liebe Engel öffnet mir
–
Ich aß vom bitteren Brote –
Mir lebend schon die Himmelstür,
Auch wider dem Verbote.
Quelle: Else Lasker-Schüler: Werke und Briefe. Kritische Ausgabe.
Helga König
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