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Sonntag, 21. Juni 2026

Sonntagskolumne Helga König, 21.6.26

Welker Baum in der Oppenheimer
Straße
Aus Grau wird wirklich Grün? 

Am Samstag, den 20. Juni 2026 habe ich den Hurra-Artikel über die Einweihung des Klimaprojektes "Aus Grau wird Grün" im Groß-Gerauer Echo gelesen und darüber nachgedacht, ob der Häuptling von Riedstadt eine der Pflanzen, die er auf dem Foto dort so freudig anlacht, auch wirklich mit Namen kennt und weiß, wer sich hier von den gepflanzten Stauden in den kommenden Jahren durchsetzen wird. 

10 000 Stauden (winzige Pflänzchen) wurden in der Heinrich-Heine-Straße und der Oppenheimer Straße in die Erde gebracht und müssen nun konsequent gegossen werden, um zu wachsen. Billig wird das auf Dauer für die Steuerzahler nicht sein, wenn man die Anwohner nicht zum Wässern verpflichtet. 

Außer dem Prestige-Effekt für die hiesige Obrigkeit kann ich bislang keinen weiteren Nutzen erkennen, da nicht zuletzt aus Geldmangel keine Alleen entstehen können, die später mal den Asphalt beschatten. Die neu gesetzten Bäumchen sind nur auf jeweils einer Seite der Straßen in die Erde eingebuddelt worden und brauchen Jahre des Wässerns in Zeiten des Klimawandels, um überhaupt zu schattenspendenden Bäumen zu werden. Einseitig gepflanzt ist der Effekt aber mehr als fraglich.

Den in unmittelbarer Nähe der Oppenheimer Straße sich befindenden Friedhof mit riesigen Freiflächen (aufgrund der superteuren Grabstätten-Preise) zu bewalden, wäre eine Maßnahme, die ökologisch sinnstiftend wäre.  Die Totenruhe wäre nicht gestört.

Zaunlattich macht sich breit  
Wie auch immer: 2 gesetzte Bäume in der Oppenheimer Straße sind offenbar nicht genügend gewässert worden und müssen  jetzt allein aus ästhetischen Gründen unbedingt ersetzt werden. 

Ach ja, die Horror-Pflanze "Zaunlattich" hat sich in einem Beet auch schon breit gemacht. Kein Grund zum Feiern, sondern einzig zum Jäten! Eine schöne Freizeitarbeit für alle, die dem Projekt zugestimmt haben!

Aus "Grau wird Grün" beginnt in jedem Garten und bedingt, dass man die Grundsteuern nicht immer mehr erhöht. Ökologische Transformation kostet Gartenbesitzer Geld, deshalb darf man ihnen nicht immerfort in die Tasche greifen. Das nämlich ist kontraproduktiv. 

Helga König

Sonntag, 15. März 2026

Sonntagskolumne Helga König, 15.3.26

Letzten Sonntag besuchte ich die jährlich stattfindende Buchmesse im Ried, zu deren Besuch ich einen Eventbericht geschrieben habe. Bei den vielen Eindrücken, die ich auf der Messe fotografisch festhielt, geistert seither ein Eindruck noch immer durch meinen Kopf: Angespitzte Gänsefedern und ein damit beschriebenes Schriftstück, nebst der dafür notwendigen Tinte. 

Mit Gänsefedern schrieb man übrigens in Europa seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. Vom Mittelalter bis zu Anfang des 19. Jahrhunderts sollen Gänsekiele das wichtigste Schreibgerät gewesen sein. 

Die Dichter Goethe und Schiller, auch die Musiker Mozart und Bach plagten sich demnach noch mit diesem Schreibgerät herum, das Kleckse und entsprechenden Papierverlust nach sich zog, wenn man auch nur für einen Moment unaufmerksam war. Gut, der wohlhabende Johann Wolfgang von Goethe hatte einen Sekretär. Er musste sich  demnach nicht über schmutzige Finger ärgern.

Gänsekiele als Schreibwerkzeug für die durch manuelle Schwerstarbeit auf den Feldern dick gewordenen Feldarbeiterfinger waren in der damaligen Zeit kaum vorstellbar. Aber das war nur eines der vielen Handicaps, die diese Menschen am Schreiben hinderten.

Es wundert mich nicht, dass die Deutschen erst im Jahre 1910 zu 100% Schreibkompetenz erlangten, zu einem Zeitpunkt also, wo der Gänsekiel dem Gestern angehörte und die Schwerstarbeit auf den Feldern sich zu mindern begann. Schwielen beeinträchtigten den Wunsch zu schreiben jedenfalls kaum noch.

Auch Georg Büchner hat seinen "Hessischen Landboten" noch mit Gänsekiel verfasst, denn erst einige Jahre nach seinem Tod setzten sich Stahlfedern durch und Ende des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Füllfederhalter. 

Wer heute mit einem Füller anstatt mit einem Kugelschreiber schreibt, schützt die Hand vorm Verkrampfen, habe ich irgendwo gelesen. Wer sich aufs Tippen beschränkt, verliert auf Dauer die alte Schreibfertigkeit und wundert sich, was aus seiner vormaligen Schönschrift geworden ist. So ärgern sich nicht wenige über ihre "Sauklaue", tippen jedoch peinlich berührt weiter ihre Texte. Man ist ja nicht vorgestrig!

Liebesbriefe sind seither selten geworden, denn diese sind nur akzeptabel, wenn sie von Hand geschrieben werden. Romantiker sind eindeutig die Verlierer in einer Welt, in der getippte Sprüche unseren sinnentleerten Zeitgeist widerspiegeln.

Helga König

Montag, 9. März 2026

Sonntagskolumne Helga König, 7.3.26

Auf meinen Erkundungen durch Wolfskehlen und allen anderen Ortsteilen von Riedstadt, stellte ich fest, dass in den Jahrzehnten als ich hier nicht gelebt habe, offenbar eine extreme Bauwut das Bild der Gemeinden erschreckend verändert hat. Schöne Bauerngärten gibt es kaum noch, größere Gartenflächen wurden zugebaut, aus lebensnotwendigem Ackerland wurde Neubaugebiet und der 1000 Jahre alte Kern von Wolfskehlen wurde fast vollständig versiegelt.

Grünflächen sind aber notwendig für uns Menschen und für die Tiere. Eine, der hier agierenden Parteien will mehr Raum für Kinder, aber möchte zugleich die wenigen unbebauten Flächen, die es noch gibt, zubauen. Ein Widerspruch in sich! 

Gibt man den Bienen keine Lebenschance, braucht man keinen Atomkrieg mehr, damit wir alle sterben. Nur Ignoranten wollen das nicht wahrhaben. Schaut man sich die versiegelte Fläche vor dem Goddelauer Rathaus an, dann weiß man wie die herrschenden Politiker hier ticken: Vorgestrig. Ökologisches Denken gibt es nur in Form von fadenscheinigen Lippenbekenntnissen. Enttäuschend!

Die verkorksten Prachtstraßen in Wolfskehlen, (Heinrich- Heine-Str. und Oppenheimer Str.), sind der blutig teure Versuch, aus GRAU GRÜN zu machen. Stein-Kroki-Beete. Was soll das sein?  Man wundert sich. 

Vor meiner Haustür wurden 20 alte Bäume gefallt, damit eine Bewegungsraum für Kindergartenkinder entstehen konnte. Bewegung unter Bäumen hätte ihren Lungen mehr Sauerstoff zugeführt. Die Grünfläche hätte allen weiterhin gut getan, auch den vielen hochbetagten Menschen, die hier mit ihren Rollatoren ihre Runde drehen.. 

Ich selbst habe die Mauer um mein Grundstück durch einen Zaun ersetzen lassen, damit alle, die hier wohnen, Freude an dem naturnahen Garten haben. 

Eine besondere Freude habe ich, wenn ich an dem tollen Bauerngarten eines Musiklehrers hier in meiner Nähe vorbeigehe. Seine Gartenarbeit kann nicht genug gelobt werden. Vorbildlich! Solche Gärten hoch zu besteuern, scheint mir keine nachhaltige Maßnahme zu sein. 

Dass die hohe Grundsteuer viele zwingt, ihre Gärten zuzubauen, zeigt die fehlgeleitete Politik, für die sparen ein Fremdwort ist und die glaubt, die Grundsteuer sei eine Schuldentilgungssteuer. 

Ein großes Problem stellt das gewerbliche Sterben in den Zentren der Gemeinden dar. Wer Lebensmittel braucht soll mit dem Auto in die Einkaufmärkte auf vormals grünen Wiesen fahren oder mit dem Bus sich dort hinbegeben, der allerdings an den Wochenenden nicht fährt. Wieso verpflichtet man die Märkte nicht einen Shuttlebus zu stellen? Sie erwirtschaften die Gewinne, also stehen sie auch in der Pflicht. Ein solcher Shuttlebus würde die Gemeinde nichts kosten.

Je mehr Menschen sich hier ansiedeln, umso mehr Schulen und Kindergärten etc. müssen gebaut werden und umso mehr Personal muss von der Gemeinde bezahlt werden. Die Stadt ist hochverschuldet. Also bleibt nur die Grundsteuer, die immer mehr erhöht werden soll. So kann dies nicht weitergehen!

Ach und noch etwas....Stadtbüchereien zu schließen, um Kosten zu sparen, fällt nur denen ein, die nicht wissen wollen, wie  wichtig Bücher sind, um seinen Horizont zu erweitern. Bürgerfreundlich sind solche Maßnahmen nicht. Sparen sollte man, dort, wo es sinnstiftend ist.  Die Liste ist lang, schafft aber nicht nur Freunde. 

Ungebildete, unkritische Bürger sind natürlich das gefundene Fressen für alle, die bei ihrem herrschaftlichen Tun nicht gestört werden wollen, hätte Büchner uns belehrt.

Helga König

Sonntag, 15. Februar 2026

Sonntagskolumne Helga König, 15. 02.26

"Der Tag wird kommen, an dem es in Russland Alltag sein wird, die Wahrheit zu sagen und für die Gerechtigkeit zu kämpfen." Alexei Nawalny 

Der russische Regimekritiker und Hoffnungsträger aller Putin-Gegner Alexei Nawalny kann diesen, von ihm ersehnten Tag nicht mehr miterleben, denn er wurde 2024 bereits mit Froschgift um sein Leben gebracht. 

Wie man der Tagesschau vom 14.2.2025 entnehmen konnte, äußerte sich der deutsche Außenminister Johann Wadephul auf der Münchener Sicherheitskonferenz dazu wie folgt: "Seine sterblichen Reste enthielten ein besonders starkes Nervengift, Epibatidin, dessen Wirkung 200-mal so stark ist wie Morphium. Es lähmt den Atem, die Muskulatur, die Opfer ersticken qualvoll."

"Wladimir Putin hat meinen Mann getötet mit Hilfe einer chemischen Waffe", äußerte Nawalnaja, die Ehefrau des Ermordeten auf Russisch, so der Tagesschaubericht weiter. 

Wer die Geschichte kennt, weiß wie Despoten zu allen Zeiten gehandelt haben und handeln. Sophie Scholl endete auf dem Schafott, obgleich sie Hitler nicht so gefährlich werden konnte, wie Nawalny dem Machthaber Putin. 

Menschen bewundern Lichtgestalten wie Nawalny. Das ertragen Despoten nicht. 

Alle Despoten eint ihr neurotisches Festkleben an der Macht bei schwacher Persönlichkeit, die sie
geradezu zwingt, alle Mittel, selbst mörderische, einzusetzen, um sich an der Macht zu halten. 

Das rechtfertigt ihr Verhalten keineswegs, sondern erklärt es nur. 

Der vergiftete, russische Regimegegner wusste, wenn man ihn ermordet, wird früher oder später ein anderer sein Werk fortsetzen und Russland von dem Massenmörder und seinen Schergen befreien. Dieses Bewusstsein hat ihm vermutlich die Kraft gegeben, sich bis zum Schluss dem Regime zu widersetzen.

Kein Terrorregime hält ewig.

Auch Hitlers "1000 jähriges Reich" war nach 12 Jahren zu Ende. Dass es 70 Millionen Menschenleben gekostet hat, beweist den Irrsinn von despotischen Persönlichkeiten und die Notwendigkeit sie, wie auch immer, rechtzeitig einzubremsen. 

Sonntag, 1. Februar 2026

Sonntagskolumne Helga König: 1. Feb.2026

Anknüpfend an meine Sonntagskolumne vom 25.1.26 möchte ich heute an dieser Stelle lobend erwähnen, dass man zwischenzeitlich, so  jedenfalls in der Tagesschau von letzter Woche, darüber nachdenkt, die Tabaksteuer, eventuell auch die Steuer auf Alkohol zu erhöhen, um diese Mehreinnahmen den leeren Krankenkassen zukommen zu lassen. 

Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) bekundete: "Der Tabakkonsum kostet Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschenleben und verursacht über 30 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten sowie fast 70 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Folgekosten." 

Ich halte die angedachte Maßnahme wirklich für sehr begrüßenswert und hoffe, dass man- ähnlich wie in England- auch bei Zucker und Produkten, die viel von diesem Suchtmittel enthalten, darüber hinaus auch noch bei Transfetten ähnlich vorgehen wird. 

Der Bürger hat es in der Hand, ob er konsumiert und zahlt oder es lässt. Es ist ziemlich sicher, dass die sogenannten Wohlstandkrankheiten sich verringern würden, die Ärzte nicht mehr überbelastet wären und die Kassen nicht mehr leer. Utopische Preiserhöhungen schrecken zwar nicht alle, so doch viele ab, die zunächst selbstredend protestieren.

Natürlich wird die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie 1000 Einwände vorbringen, um diese Maßnahmen zu verhindern, aber man sollte ihnen kein Gehör schenken, sondern einzig die Gesundheit der Bürger und das Problem der leeren Kassen im Auge haben. 

Ich kannte nicht wenige Menschen, die vor ihrem 60. Lebensjahr aufgrund von starkem Zigarettenkonsum an Lungenkrebs gestorben sind, andere, die wegen teerbedingtem Plaque einen Herzinfarkt bekamen. Hinzu kommen die früh Verstorbenen durch dauerhaften Alkoholkonsum und all jene, die durch Zuckerkonsum schwer erkrankten, so etwa ein Bein amputiert bekamen, an Krebs erkrankten etc. etc. 

In Deutschland leiden, so Google, etwa 20 bis 30 Millionen Menschen an Bluthochdruck, was rund jedem dritten Erwachsenen entspricht (ca. 30-36%) und schätzungsweise rund 5 Millionen Menschen nehmen hierzulande Cholesterinsenker, um keinen Hirnschlag oder Herzinfarkt zu bekommen. Kosten ohne Ende!

Eine veränderte Ernährung, eben ohne den Industriemüll, ein Nein zu Nikotin und Alkohol wäre sinnstiftender.  Natürlich nicht für die Pharmaindustrie.

Helga König

Montag, 26. Januar 2026

Sonntagskolumne Helga König, 25.1.2026

In Deutschland sind etwa 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig (BMI ≥25), wobei ca. ein Viertel der Erwachsenen als adipös (BMI ≥30) gilt. Die Zahlen steigen seit Jahren, speziell bei Männern. Das konnte man letzte Woche den Nachrichten entnehmen und kann es bei Google auch nachlesen. 

Übergewicht führt zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Fettleber, Bluthochdruck (Hypertonie), koronare Herzkrankheit, etc., etc. Das dürfte zwischenzeitlich fast jedem bekannt sein. 

Manchen dämmert, dass diese Tatsache die Krankenkassen sehr belastet und hier in der Folge speziell jene Beitragszahler, die sich gesundheitsbewusst ernähren, auf ihre Figur achten und Sport treiben. Sie werden unfairerweise immer heftiger zur Kasse gebeten. So will es die Solidargemeinschaft. Gerecht ist das nicht. Deshalb muss das System dringend verändert werden. Doch die zuständigen Politiker zieren sich, wie anzunehmen, nicht zuletzt der Lobby wegen. 

Die Pharma- und die Lebensmittelindustrie sind vermutlich an einer Systemveränderung nicht interessiert. Die Werbung verdeutlicht dies tagtäglich. 

Gerade am Samstag fand ich wieder unerbetene Werbung der hiesigen Discounter im Briefkasten vor. Lidl und Aldi sind diesmal auf dem  "American Trip" und stehen sich in Anbieten von krankmachender Fastfood-Kost in nichts nach. Transfette soweit das Auge reicht, dazu noch alkoholische Mixgetränke, American Brownies und Soft-Ice, American Pancakes, Erdnussbutter, Ahornsirup, kurzum Zuckerbomben, reines Gift für die Gesundheit.

Was soll diese Anbiederung an amerikanische Essgewohnheiten? Soll das eine Verbeugung vor Trump werden? 

Wem will man diesen Industriemüll andrehen? Den Zuckersüchtigen?

Wäre es nicht sinnstiftender mediterrane Esskultur zu vermarkten, wo diese einfach gesünder ist und den Zivilisationskrankheiten ein Schnippchen schlägt? 

Den Amerikanern nachzueifern, erweist sich bekanntermaßen in vieler Hinsicht als unklug. Auch in Sachen Ernährung gilt, regionale Produkte zu bevorzugen, möglichst mediterran zu kochen und den amerikanischen Zucker-und Mayo-Bomben die rote Karte zu zeigen.

Helga König


Samstag, 3. Januar 2026

Sonntagskolumne: Helga König, 4.1.2026

Es gibt genügend Themen, womit man sich zu Jahresbeginn in einer Kolumne befassen könnte. Mich berühren der Tod und die Schwerstverletzungen der vielen Jugendlichen durch das Inferno in einer Schweizer Bar im Nobel-Skiort Crans- Montana derzeit am meisten. 

Nicht aus Sensationsgier, sondern um zu analysieren, wie es zu einem solchen Unglück kommen konnte, las ich diverse Artikel in den Medien und sah mir auf FOCUS- online auch Videos an. 

FOCUS schreibt zu einem der Videos: "In den sozialen Medien kursiert am Freitag ein neues Video aus der "Le Constellation"-Bar. Darauf ist zu sehen, wie die Decke bereits lichterloh brennt, Funken sprühen und etwas tropft von der Decke. Die Partygäste drumherum animiert das augenscheinlich allerdings nicht dazu, die Flucht anzutreten. Im Gegenteil - gleich mehrere Gäste filmen die Situation und singen und tanzen weiter."

Warum flüchteten die Teenager nicht, während die Decke bereits lichterloh brannte? Warum funktionierte ihr Fluchtinstinkt nicht? Warum tanzten sie stattdessen oder filmten den Brand? 

Begriffen sie die Gefahr nicht? Woher kommt diese vermutliche Wahrnehmungsstörung bei so vielen? Ist dies das Ergebnis ihres vermutlich täglichen Agierens im Internet? Konnten diese junge Menschen zwischen Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden? Oder vertrauten sie darauf, dass die Feuerwehr den Brand noch rechtzeitig löscht? Fehlte ihnen, selbst bei Gefahr, die Eigeninitiative? 

Spielten Alkohol und Drogen eine Rolle? Oder war es der naive Glauben, dass der Deckenbrand Teil der Silvestershow war? 

Offenbar war dem Ordnungsamt nicht unbekannt, dass in der Bar mit offenem Feuer auf Champagnerflaschen hantiert wurde. Warum hat man den Irrsinn nicht untersagt?

Der Notausgang war, wie man liest, versperrt, die Treppe zu schmal. Die Gründe kann man sich denken. Die Preise für den Event mit teuerstem Champagner lassen sich im Internet leider nicht mehr ermitteln...

Doch weshalb hat keiner im Vorfeld gefragt, was passiert eigentlich in diesem Verlies, wenn ein Unglück geschieht? Gibt es für die vielen Gäste ein Entkommen?

Wie desinteressiert sind Erwachsene, wenn sie diese Frage nicht stellen? Konkret die Betreiber, die Leute vom Ordnungsamt, die Eltern dieser Teenager? 

Ein 55 jähriger Ortsansässiger hat offenbar 20 Jugendliche gerettet, auch ein Münchener Student rettete einige Eingeschlossene noch rechtzeitig. Beide Männer setzten ihr Leben aufs Spiel, während verantwortliche Erwachsene aus unterschiedlichen Gründen restlos versagten, doch diese beiden Retter einfach bewundernswert  handelten. Welch ein Segen, dass es solche helfenden Hände noch gibt!

Für die Toten kann man nur noch beten. Die schwerverletzten Überlebenden werden ihres Lebens nicht mehr froh. Auch für sie gilt es zu beten, dass ihr weiteres Leben nicht zur Hölle wird.

Was muss getan werden? Schluss mit dem Feuerwerksspektakel nicht nur in Crans-Montana, sondern überall!

Sonntag, 21. Dezember 2025

Sonntagskolumne Helga König, 21. Dez.2025

Heute Morgen habe ich auf Twitter einige Tweets verlinkt, die Bilder und kleine Filmsequenzen von Stonehenge /GB zeigen und zwar von den heutigen Wintersonnenwendfeierlichkeiten. 8000 Menschen sollen dort den Sonnenaufgang des kürzesten Tages eingeläutet haben und zwar mit Tanz, Trommeln und mystischer Stimmung, wie die WELT heute berichtet hat. 

Die alte Kultstätte unweit von Salisbury habe ich vor vielen Jahren als Zwanzigjährige während eines Englandaufenthaltes aufgesucht und fühlte mich geradezu magisch angezogen von der Atmosphäre dort.
Ich habe in all den Jahren danach keinen Ort kennengelernt, der diese Ausstrahlung hat, außer vielleicht "Les Baux-de-Provence", denn auch dieser Ort verfügt über eine gewisse Magie, speziell wenn man ihn im Winter aufsucht. 

Stonehenge, ein Megalith-Bauwerk der Jungstenzeit, soll lt. Wikipedia vor vermutlich etwa 3000 v.Chr. in mehreren nach und nach aufeinander folgenden Versionen errichtet worden sein und wurde vor 1400 v. Chr. aufgegeben. Vieles liegt im Dunkeln. 

Ausgrabungen deuten darauf hin, dass die Anlage als Bestattungsanlage, aber primär als Kultstätte für die Sonnenanbetung diente. Vielleicht war es auch ein Heilzentrum, denn den Blausteinen, aus denen der Steinkreis besteht, wird in vielen Kulturen eine heilende Wirkung zugeschrieben. 

Es gibt noch andere Vermutungen im Hinblick auf die Bedeutung von Stonehenge. Ich möchte sie hier nicht alle benennen Seit 1986 zählt die Kultstätte übrigens zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Gedanke des britischen Archäologen Mike Parker Pearson, dass Stonehenge als Symbol des Friedens und der Einheit errichtet worden sei, schließe ich mich gerne an. Genau das nämlich strahlt der Ort aus.

An diese Stätte zu pilgern, um den Weltfrieden zu erbitten, ist eine Vorstellung, der ich mich nicht entziehen mag. Ich weiß allerdings nicht, wie viele Tauben gen Himmel fliegen müssten, bis sich dort einer erbarmt, nach allem, was ein Teil der Menschheit derzeit täglich an unsäglich Bösem verbricht.  

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Anstatt einer Kolumne: Helga König, 18.12.25 - Kurze Bemerkungen zu dem Fernsehfilm "Mozart/Mozart" von dieser Woche

Der Versuch den Fernsehfilm "Mozart/Mozart" mit dem amerikanischen Spielfilm "Amadeus" zu vergleichen, kann nicht glücken, da "Mozart/Mozart" weitaus subtiler angelegt ist und sich auf einer Metaebene mit dem Genie Mozart, den Fake-News vergangener Zeiten, der Benachteiligung fähiger Frauen damals und den generellen Absurditäten des Rokoko auseinandersetzt. 

Am Beispiel der französischen Königin Marie Antoinette wird das damalige Vorurteil ihr gegenüber filmisch sehr gut dargestellt. Es wird auf den Punkt gebracht, weshalb sie später in Frankreich auf dem Schafott landete. Sie war ein Opfer von Fake-News, von unhaltbaren, unters Volk gebrachten Vorurteilen. 

Die Affäre mit Mozart gab es natürlich nicht. Marie Antoinette als hemmungslos und luxusgierig zu präsentieren, war Zeitgeist im vorrevolutionären Rokoko. Die Habsburgerin wurde auf dem Tisch der französischen Revolution stigmatisiert, um ihr dann den Prozess machen zu können. Sie auf Mozarts Cembalo masturbierend zu zeigen, ist ein spitzfindiger Fake, der selbst die härtesten Gegner ihrer Zeit hätten nachdenklich stimmen müssen. Doch wer glauben will, glaubt alles. 

Sehr gut wurden die optischen Absurditäten des Rokoko gezeigt, die Perücken, der gesamte Popanz, der den Fortschritt zunächst verhinderte und ihm letztlich zum Durchbruch verhalf. 

Die Frauen um Mozart, allesamt sehr fähig, ihrer Zeit voraus, wenn auch nicht genial... Mozart selbst, das Genie, ausgeflippt, unverstanden von allen Spießern, die seine innere Freiheit, die Voraussetzung für seine Genialität war, nicht begreifen konnten. 

Der geniale Künstler ist stets zeitlos, ist im Besitz der Sphärenklänge, spielt mit ihnen in allen Epochen, kann sich niemals ein- oder unterordnen, weil er sonst sein Genialität an die Götter zurückgeben muss. Das wussten die alten Griechen bereits, Mozart wusste es auch. 

Während Mozart spielt, verwandelt er sich in andere, vielleicht auch in Jimmy Page als er gerade "Stairway to Heaven" komponiert hatte. Fast scheint es so. Und während Amadeus die "Kleine Nachtmusik" innerlich bereits dem Gestern zuordnet, tanzt er für Momente, die Zeiten überfliegend, zu den Klängen von "Whole Lotta Love" und zwinkert dabei seiner Constanze, nicht aber Marie Antoinette zu. Groupies sind keine Musen! Doch Mozart braucht eine Muse, wenn er sich in seinen Sphären aufhält und Musik vom Himmel holt. 

 Helga König

Samstag, 6. Dezember 2025

Sonntagskolumne Helga König, 7.12.2025

Die Grundsteuer ist keine Schuldentilgungssteuer für eine Gemeinde. Sie endlos erhöhen zu wollen, zeigt, dass Dilettanten oder Gierhälse am Werk sind. 

Was man derzeit hier und auch im näheren Umfeld erlebt, ist eine fortdauernde Anhebung der Grundsteuer, sowohl der Grundsteuer B als auch zwischenzeitlich C, um so die Gartenbesitzer zu schröpfen und die Gemeinden immer flächendeckender versiegeln zu können. 

Wer einen größeren Garten hat, soll Eigentumswohnungen bauen oder den Garten veräußern, damit andere investieren können. Wer diese anderen sind? Das gilt es zu recherchieren. Ich vermute, die üblichen Verdächtigen, die kleinen Schlaumeier am Tisch des Herren halt. 

Es herrscht in der Obrigkeit die Hoffnung, dass mehr Einwohner mehr Steuereinnahmen erbringen. Hochverschuldet, wie die eine oder andere Gemeinde ist, sieht man in naher Zukunft durch diese Maßnahme nun Manna vom Himmel regnen. 

Man vergisst dabei, dass mehr Einwohner unsägliche Kosten nach sich ziehen, so etwa durch mehr Kindergärten plus Personal, mehr Schulen plus Personal, zusätzliche Straßen, Strom-, Wasser- und Kanal-Leitungen, teures Verwaltungspersonal etc. etc. Das alles wird verdrängt. Hauptsache man kann die Bürger zur Kasse bitten und die Grundsteuer endlos erhöhen, bis sie Schnappatmung bekommen und ihre Grundstücke der Gemeinde großzügig verschenken. 

Das wäre dann wohl der anvisierte Idealzustand für die Obrigkeit, die ihm Gegenzug ihrem Fußvolk am Schenkungsabend die üblichen Ehrennadeln ans Revers stecken könnte, um ihnen das Gefühl zu geben, trotz allem wer zu sein, z.B. ein nützlicher Idiot. 

Dass alte Bauerngärten oder besser noch naturnah angelegte Gärten im Klimawandel notwendiger denn je sind und unversiegelte Flächen bei Starkregung viel Unheil verhindern können, sollte doch allmählich selbst den krassesten Ignoranten einleuchten. Daraus muss man logische Schlüsse ziehen. Ignoranten wollen das natürlich nicht, weil Habsucht und nicht Vernunft ihr Ding ist.

Dass naturnah angelegte Gärten ein Paradies für Bienen, Insekten und Vögel sind, kann man nicht oft genug wiederholen, wie auch, dass wir alle verpflichtet sind, gegen das Artensterben tatkräftig etwas zu tun. Versiegeln heißt die Antwort nicht! 

Anstelle Gartenbesitzer, die viel Zeit, Arbeit und Geld in ihre Gärten investieren, zu schröpfen bis Blut kommt, sollte man ihr Engagement für die Mitmenschen als auch für Fauna und Flora wertschätzen und stattdessen jene zur Kasse bitten, die jeden Millimeter ihres Grundbesitzes versiegelt haben, um ihren Fuhrpark darauf ab zuparken. 

Besser aber noch wäre ernsthaft zu sparen und den Bürger nicht ständig mit unmäßigen Forderungen zu belästigen. 

Man muss nicht alles haben wollen, was man sieht. 

Samstag, 8. November 2025

Sonntagskolumne Helga König, 9. November 2025

Der Tagesschau vom 7.11.25 war zu entnehmen, dass Mobbing fester Bestandteil unserer Gesellschaft sei. Dabei sei allein beim Cybermobbing von mehr als 7,2 Millionen Opfern auszugehen. Diese Zahl lässt aufhorchen. Wie krank sind all die Täter? Wie krank ist die Gesellschaft?

Wie man im Internet erfährt, gelten als Mobbing "systematische, gezielte und wiederholte Angriffe, Schikanen oder Diskriminierungen über einen längeren Zeitraum hinweg, die darauf abzielen, ein Opfer zu isolieren, zu erniedrigen oder auszugrenzen. Dies kann durch verbale oder nonverbale Handlungen wie Beschimpfungen, Gerüchte, Ausgrenzung, gezieltes Ignorieren, Bloßstellung oder körperliche Gewalt geschehen. Wichtig für das Vorliegen von Mobbing sind die Systematik, die Wiederholung, die Dauer und eine bestehende Unterlegenheit des Opfers gegenüber den Tätern."

Von 2007 bis 2014  wurde ich auf der Amazon-Rezensentenplattform massiv gemobbt. Ziel war es durch Diffamierung, Beschimpfungen und verbale Bedrohungen, nächtliche Massenabklicks der Rezensionen und schlussendlich, das nächtliche Verschwindenlassen von 5000 Rezensionen in einem Zeitraum von 4 Wochen, mich aus der Rangliste zu entfernen und mundtot zu machen. 

Amazon war nicht in der Lage, der Schweinerei Einhalt zu gebieten, obschon man sich dort seitens der Hauptverwaltung wirklich bemühte, dem irren nächtlichen Treiben ein Ende zu setzen. 

Acht Jahre lang war ich in den Top-Ten gelistet und weiß bis heute nicht, wer damals, wie besessen agierte, um mich gezielt auszugrenzen. Zwischenzeitlich bin ich an der Aufklärung des Falls nicht mehr interessiert.

Dass Mobbing krank macht, kann ich bestätigen, denn ich litt 2014 aufgrund der nächtlichen Attacken an einer schweren, sehr schmerzhaften Gürtelrose. Mein Arzt riet mir, mich dem Stress auf Amazon nicht mehr auszusetzen. Er hat mich klug beraten. 

Was einem klar sein muss: Neid, Missgunst oder auch unmotivierte, reine Boshaftigkeit sind wesentliche Antriebfedern für Mobbing. Ausgeglichene, in sich ruhende Personen mobben nicht. 

Im Grunde sind es arme Kreaturen, die ihre Persönlichkeitstörungen im Dunkel des Internets auszuleben trachten. 

Das Problem ist der Stress, dem Gemobbte ausgesetzt sind und der nicht selten die Betroffenen krank macht. Für Kinder und Jugendliche bedarf es eines besonderen Schutzes, um durch miese Täter nicht traumatisiert zu werden.  

Da von Mobbern weder Vernunft noch Einsicht zu erwarten ist, halte ich gezielte Strafverfolgung in allen Fällen für dringend erforderlich. Mobber richten stets Unheil an, weil sie, wo auch immer, das Miteinander empfindlich stören oder gar zerstören.  



Sonntag, 19. Oktober 2025

Sonntagskolumne Helga König, 19.10.25

"Was ist besser, gut sein oder gut handeln?" (#Kleist *18.10.1777) 

Das obige Zitat des Dichters Heinrich von Kleist regt zum Nachdenken an. Was bezweckte er mit dieser Frage? Steht es uns Menschen überhaupt an, zu werten? Wann ist ein Mensch gut? Doch dann, wenn er nach ethischen Gesichtspunkten handelt, Vernunft und Mitgefühl sein Tun bestimmen, oder? 

Ich habe heute Morgen, bei einer Tasse Tee- noch in meinem Bett-, einen Text von Rainer Maria Schießler gelesen, der darin von seinen Eltern, speziell von seinem Vater berichtet, dessen Haltung ihn stark beeinflusst hat. Dieser Vater hat von früher Jugend an, sich gegen das Hitlerregime positioniert, wurde angefeindet, von seinen eigenen Eltern denunziert und hat, wie durch ein Wunder, die Nazi-Zeit und mit ihr den Krieg überlebt. 

Auch seine Mutter verließ den Pfad des Gutseins während der NS-Zeit und danach nicht. 

Schießler verdeutlicht in seinem Text, dass seine Eltern, die sich in den 1950er Jahren kennenlernten, dem Leben gedient und Leid im Vertrauen auf das Gute ertragen hätten. Sie hätten das Leben neu aufgerichtet und alle Liebe ihres Herzens gegeben. 

Diese beiden Menschen zeigen, dass gut zu sein also  bedeutet, alle Liebe ihres Herzens zu geben, während sie handeln. Gut zu sein und gut zu handeln, klaffen nicht auseinander. 

Kann ein Mensch überhaupt gut sein, ohne gut zu handeln? Ich denke, nein. 

Wer ein vermeintlich tadelloses Leben führt, sich ernsthaft für Mitmenschlichkeit ausspricht, aber sich für diese nicht wirklich einsetzt, sondern sich aus "Selbstfürsorge" stets weg duckt, wenn ihm Nachteile drohen, ist dies noch ein guter Mensch oder doch eher nur ein Gutmensch? 

Wie schaut es mit Menschen wie Oskar Schindler aus? Er war korrupt, ein Lebemann, der alles andere als ein moralisch begrüßenswertes Leben führte. Dieser Mensch aber rettete 1 200 Juden vor dem Tod in der Gaskammer. Yad Vashem erkannte ihn 1967 für die Rettung der Zwangsarbeiter als "Gerechten unter den Völkern" an. 

Gerecht zu handeln, bedeutet, sich dem Guten verpflichtet zu sehen. Gut zu sein, bemisst sich am guten Handeln. 

Wer Menschenleben rettet, kann kein schlechter Mensch sein, wohl aber ein Mensch mit Fehlern wie wir alle. 

Wer Kriege vom Zaun bricht und aus Machtgründen unzählige Zivilisten, darunter viele Kinder, töten lässt, dem ist Gerechtigkeit fremd, er handelt unmenschlich und damit mehr als nur verwerflich. Ein solcher Mensch ist und handelt schlecht. Er hat durch sein Tun die Völkergemeinschaft verlassen  Seine Seelenlosigkeit hindert ihn sogar daran, sich selbst zu beweinen,

Sonntag, 28. September 2025

Sonntagskolumne Helga König, 28.9.2025

"Wozu sollen wir Menschen miteinander kämpfen? Wir sollten uns nebeneinander setzen und Ruhe haben."
Georg Büchner (1813 - 1837).

Vorhin habe ich das neue Kulturprogramm der Büchnerstadt Riedstadt aus dem Briefkasten gefischt. Es umfasst das 4. Quartal dieses Jahres. Beigefügt ist dem Programm ein vierseitiges Faltblatt, das die Veranstaltungen für das genannte Quartal auf der Büchner-Bühne, dem Büchner-Haus, dem Büchner-Saal, dem Stadtsaal Burghausen und der Evangelischen Kirche in Goddelau enthält.

Zum Tag der Deutschen Einheit, am kommenden Freitag hat man Gelegenheit in Groß-Gerau im Büchner-Saal einem Uraufführungskonzert zu lauschen, das den Titel trägt "Wenn es Rosen sind, werden sie blühen." Um Näheres zu diesem Titel in Erfahrung zu bringen, habe ich mich im Internet kundig gemacht und ermittelt, dass es sich um den Titel eines Romans handelt, den der 1966 verstorbene Autor Kasimir Edschmid verfasst hat. 

Der Roman erschien von 1966 bis 2017 unter dem Titel "Georg Büchner-Eine Deutsche Revolution" und wird seither wieder- zwar überarbeitet- unter seinem ursprünglichen Titel vermarktet. Georg Büchner hat dieses aus Italien stammende Zitat übrigens vor seinem Ableben benutzt als er von der unklaren Zukunft seiner Texte #Woyzeck und #Aretino sprach. Man darf gespannt sein, was dem Zuhörer in Groß-Gerau entgegen gebracht wird. 

Die Veranstaltungen, die man in dem Faltblatt findet, machen im Grunde alle neugierig, natürlich auch die Gesellschaftskomödie "Der Vorname" von Mathieu Delaporte und Alexandre de La Patelliére.

Schade, dass die Büchnerbühne in Riedstadt-Leeheim gelegen ist, einem Ort, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln an Wochenenden bislang unerreichbar bleibt. Doch das könnte sich ändern, wenn die Büchnerbühne alternativ in den zumeist leerstehenden Kirchen von Riedstadt abwechselnd  gastiert. Ein Win-Win-Situation für alle Beteiligten!

Vielleicht wird ja schon ein wenig in diese Richtung gedacht und geplant, denn am 2. November wird die Evangelische Kirche Goddelau zur Theaterbühne! Hier gibt die Büchnerbühne ein Gastspiel mit Büchners "Lenz". Zuvor bereits, am 21. Oktober, findet in der in besagter Kirche ein Lesekonzert mit Britta Röder und Hans Werner Brun zu den Erzählungen "Fliehkraft"  statt. Darüber hinaus wird am 14. November in der Evangelischen Kirche in Wolfkehlen ein Konzertfilm über die Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beck gezeigt. 

Die Initiative, die nahezu leerstehenden Kirchen für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen, finde ich begrüßenswert und sinnstiftend. Hier gilt es, offen für Neues zu sein. Dem Ruf der Kirchen wird es nicht schaden, im Gegenteil! Auch für eine Initiative dieser Art gilt letztlich: "Wenn es Rosen sind, werden sie blühen."

Helga König.

Montag, 22. September 2025

Sonntagskolumne Helga König, 21.9.2025

Wir leben im Zeitalter der üblen Nachrede und der bösen Gerüchte, die allerorten verbreitet werden, ganz zuvorderst in den sozialen Netzwerken. 

Besonders empörend sind die derzeitigen Unterstellungen im Hinblick auf Brigitte Macron, sei es, dass ihre Haarpracht in Frage gestellt wird oder gar ihre Geschlechtszugehörigkeit. Weshalb verbreiten Menschen solche üblen Gerüchte? Aus Neid, Missgunst oder reiner Boshaftigkeit? 

Der Gedanke, "etwas bleibt immer hängen", lässt dreiste Verleumder mit großem Fleiß am Lügenrad drehen. Der Erfolg ist ihnen- so gesehen - auf jeden Fall sicher. 

Im Grunde ist das Motiv unerheblich. Das Handeln an sich zählt und hier verhält es sich zumeist so, dass die Täter immer wieder durch das gleiche Handlungsmuster auffallen: Menschen anzuprangern, ihnen Unvorteilhaftes anzudichten, um sie auf diese Weise zu isolieren. 

Die Anonymität des Netzes erleichtert den Tätern ihr unbotmäßiges Verhalten. 

Früher nannte man ein solches Verhalten die Ehre abschneiden. Der Ehrabschneider, war ein Mensch, der andere verleumdete. 

Eine gewisse Geschwätzigkeit fällt bei Personen, die böse Gerüchte über andere in Umlauf bringen, ja fast immer auf. Doch sehr intelligente Intriganten verhalten sich eher zurückhaltend, um planvoller sowie unbeobachteter agieren und punktgenauer  "zustechen" zu können. 

Der Verleumder befindet sich im Krieg, auch wenn sein Gegner sich dieses Krieges nicht bewusst ist.

Zieht man aufs Land, weiß man sehr rasch, wer einen aushorchen möchte, aber auch, wer Unwahrheiten über Dritte verbreitet und dass man gut beraten ist, einen großen Bogen um solche Menschen zu machen, denn früher oder später steht man selbst im Fokus solcher Leute, was enervierend sein kann. 

Man lernt recht bald die Nuancen von Freundlichkeit kennen und weiß, wer eine ehrliche Haut ist.

In Städten geht es anonymer zu. Doch die Verhaltensmuster der Menschen sind auch da keine anderen.

Wer entspannt leben möchte, muss sich nicht wegducken, muss aber lernen, sich zu distanzieren, wenn es geboten scheint. Distanz ist das beste Schutzschild vor Rüpeln, die sich leider in allen Gesellschaftschichten herumtreiben und auf der Weltbühne aufgrund ihres Verhaltens für blankes Entsetzen sorgen.

Helga König

Sonntag, 7. September 2025

Sonntagskolumne Helga König, 7. September 2025

"Die Erfahrung lehrt uns, dass die einzelnen Farben besondere Gemütsstimmungen geben."

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) 

Modefarben nehmen stets den Zeitgeist vorweg und stimmen nicht nur "Modehühner"- schon Wochen bevor die neue Saison beginnt - durch Fotos und Textinfos auf das, was dann folgt, ein. 

In diesem Herbst ist die Farbe BRAUN angesagt, gottlob nicht SCHWARZ, GRAU oder LILA, obgleich die derzeitige politische Lage genau auf diese Farben abstellt. Gut, auf BRAUN ja letztlich auch!

Sieht man mal von der allseits bekannten politischen Assoziation der Farbe BRAUN ab, die sofort im Geist den Begriff "Rechtsradikalität" hochschwappen lässt, sagt BRAUN weit mehr aus, worüber es lohnt, Gespräche zu führen. 

BRAUN symbolisiert in der Psychologie u.a. Sicherheit und Stabilität aber auch Wärme sowie Bodenständigkeit, mit einem Wort: Heimat. All das, was die wirtschaftliche und politische Weltlage derzeit nicht hergibt. Was also geschieht emotional, wenn man an einem kühlen, vielleicht dazu noch regnerischen Herbsttag, nachdem man bereits die Schreckensnachrichten der vorangegangen Stunden in der Tageszeitung kurz überflogen hat, wild entschlossen einen kuscheligen mokkabraunen Pullover anzieht, weil die Gemütsstimmung einen dazu auffordert?

Fühlt man sich dann beruhigt oder ärgert man sich eher darüber altbacken zu erscheinen? Das gilt es auszutesten. Schade, dass man Goethe nicht mehr fragen kann, was ein solcher Test bei ihm bewirkt hätte. Ausgelotet hätte er seine Gemütsstimmung ganz gewiss. Er war ja bis ins hohe Alter bekanntermaßen erfrischend neugierig!

BRAUN steht nicht im Ruf -wie etwa BEIGE- die Lieblingsfarbe älterer Damen zu sein, die nur noch über ihre Krankheiten beim Kaffeekränzchen reden, sondern wird auch mit Genuss assoziiert und damit keineswegs nur mit dem Genuss einer Tasse perfekt zubereitetem Cappuccino. Diese einseitige  Art von Genuss nämlich führt vermutlich auf Dauer leider auch dazu, dass man die Farbe BEIGE präferiert. 

BRAUN in Verbindung mit CREMEWEISS lässt an Italien und dort an elegant gekleidete Damen denken. Doch Freude suggeriert auch die Farbkombination nicht! 

Goethe trug gelbe Brillengläser, auch John Lennon tat es, um so trübe Tage besser ertragen zu können. Vielleicht sollten Modemacher an besagtes Accessoire denken, damit die Lust am Leben - bei allen Dunkeltönen in der jetzigen Zeit-  erhalten bleibt.

Helga König

Sonntag, 31. August 2025

Sonntagskolumne Helga König, 31.8.25

"Seit 2005 wird Empathie an dänischen Schulen und Kindergärten unterrichtet. In unserem Nachbarland lernen die Kinder so soziale Kompetenzen wie Toleranz, Respekt, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Mit Erfolg: Dänemark ist neben Schweden und Finnland eines der europäischen Länder mit den niedrigsten Mobbingraten."

Diese Information konnte man vor über einem Jahr bereits der Tagesschau entnehmen. Nun kreist sie - etwas verkürzt- auf Facebook und regt die Leser hoffentlich zum Nachdenken an.

Der Mangel an Empathie ist m. E. nicht selten das Ergebnis einer Erziehung, in der "Abhärtung" und Egoismus im Elternhaus bereits eingeübt werden, weil man glaubt, das führe zu einem erfolgreichen Leben. 

Im Ergebnis finden dann die so gedrillten Menschen nicht nur keinen Zugang mehr zu anderen, sondern es mangelt ihnen auch an Selbstliebe, so meine Beobachtung. Diese – nicht zu verwechseln mit Narzissmus – ist notwendig, um andere wirklich zu verstehen, aber auch um Grenzen zu ziehen, wenn wir mit empathielosen Menschen konfrontiert oder gar von ihnen attackiert werden. 

Die NS-Erziehungsberaterin Johanna Haarer, deren Erziehungsvilbel noch in den 1960ern von jungen Müttern gelesen wurde, führte fast zwangsläufig und vor allem gewollt in die Empathielosigkeit. Aus diesem "Material" sind Gierhälse und Zeitgenossen gemacht, deren Hilfsbereitschaft, wenn überhaupt vorhanden, an der Haustür endet. Typischer Satz solcher Leute in Südhessen: "Mir gewe nix, mir wolle bloß ho".

Mobbing in der Familie, Schule, im Beruf oder sonst wo im realen Leben, aber auch Mobbing im Netz sind Ausdruck unserer Ellenbogengesellschaft, in der selbstsüchtige Mitglieder körperlich oder verbal nach anderen treten, wenn sie etwas haben oder sich behaupten wollen. 

Wir erleben auf der politischen Weltbühne, eine ganze Reihe dieser Rüpel, wissen, dass beispielsweise in Russland junge Soldaten zur emotionalen Kälte trainiert werden, um problemlos ihre Gegner abschlachten zu können und wissen nicht, wie wir all dem begegnen sollen, außer mit stillem Protest.

Wäre allerorten Empathie oberstes Lernziel, könnte "Heckler und Koch" mit seinen Bajonetten einpacken, gemeinsam mit der gesamten Rüstungsindustrie auf dieser Welt.

Helga König

Sonntag, 10. August 2025

Sonntagskolumne Helga König: 10.8.25


Der einzige Lichtblick heute in den Medien war die Dokumentation in "terra x- Giganten der Kunst" über den Maler Gustav Klimt. Seine traumhaft schönen Gemälde lassen für Minuten all die Kriegsgräuelbilder vergessen, die man in politischen Sendungen im Fernsehen oder als Posts in den sozialen Netzwerken entgegengebracht bekommt. 

Es gibt Tage, da lähmen mich diese Kriegsbilder so sehr, dass ich kaum eine Zeile schreiben oder lesen kann. Ich möchte dann nichts als Ruhe, wünsche mir andere Bilder im Kopf, doch ich sehe nur hungernde Menschen oder solche, die von Schmerz und Angst gezeichnet sind. 

 Ein Spaziergang in der Natur bringt mich immer seltener auf andere Gedanken. 

Seitdem das Wort "Kriegstüchtigkeit" durch die Medien geistert und der beliebteste Politiker in unserem Land derjenige ist, der dieses Unwort wiederbelebt hat, frage ich mich, ob die Ursache allen Übels die Trägheit des Herzens ist. 

Sie kam mit der Beliebigkeit, die die Fülle im Internet im Schlepptau hatte und setzt seither fast allen zu.

Street Art hat sich breit gemacht auf menschlichen Körpern. Sich verletzen zu wollen, bevor die herbeigewünschte Wehrtüchtigkeit jeden so fit gemacht hat, dass er andere punktgenau verletzen und das Wort Friede nur noch geröchelt werden kann, das scheint unser Zeitgeist zu sein. 

Was kann man ihm entgegensetzen? Mitmenschlichkeit? Hilfsbereitschaft?

Ich muss am Elsa Brandström denken.

Was hätte sie wohl zu dem unsäglichen Zeitgeist, der  uns heute peinigt, gesagt? 

Vielleicht: "Die größte Vergeudung unseres Lebens besteht in der Liebe, die nicht gegeben wird"? Dieser Satz stammt jedenfalls von ihr.

Helga König

Sonntag, 3. August 2025

Sonntagskolumne Helga König: 3.8.2025

Die Bilder des Leids und der Zerstörungen im Gazastreifen und in der Ukraine, die man tagtäglich in den Medien zur Kenntnis nehmen muss, machen deutlich wie recht Willy Brandt doch hatte, als er sagte: "Der Krieg darf kein Mittel der Politik sein. Es geht darum, Kriege abzuschaffen, nicht nur, sie zu begrenzen. Kein nationales Interesse lässt sich heute noch von der Gesamtverantwortung für den Frieden trennen."

Derzeit werden die Drohkulissen immer schlimmer und das Leid in den Kriegsgebieten nimmt kein Ende. Was uns bleibt, ist gegen die unsäglichen Massaker zu demonstrieren und nach Lösungen zu suchen. 

Frieden ist eine Sache des Herzens und der Vernunft zugleich. Der Mangel an beidem, ausgelöst durch Egomanie, hat zu dem Drama in diesem Jahrzehnt geführt.

Kein Leid, wie schlimm es auch sein mag, rechtfertigt Hassattacken, deren Opfer nicht selten Kinder sind. Was notwendig ist, sind besonnene Politiker, die sich nicht provozieren lassen, Politiker die im Geist des Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt agieren. 

UNICEF Deutschland fordert im Hinblick auf Gaza: 
-eine Waffenruhe 
-die Öffnung aller Grenzübergänge 
-den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe 
-den Schutz der Kinder 
-und die Freilassung aller Geiseln 

Diesen Forderungen sollten sich alle Länder ohne Wenn und Aber anschließen, das gebietet die Mitmenschlichkeit. 

Ich bitte alle darum, dem Link zu folgen, der zu einem Artikel der ZEIT führt und diesen zu lesen, um sich darüber klar zu werden, dass es notwendig ist, hier Stellung zu beziehen: 


Keiner stellt sich gegen den friedliebenden Teil der Bevölkerung Israels, der einfordert, mit diesen menschenverachtenden Maßnahmen aufzuhören, wohl aber gegen jene Politiker, die dies zu verantworten haben. 

Gaza kann nicht befriedet werden, solange solche Maßnahmen kein Ende finden. Sie entfachen nur weiteren Hass. 

Der Krieg in der Ukraine wurde trotz der vielen Waffenlieferungen nicht beendet, sondern die Gewaltspirale hat sich weiter gedreht. Ein Ende ist nicht abzusehen.

"Kein nationales Interesse lässt sich heute noch von der Gesamtverantwortung für den Frieden trennen." Dieser Satz Willy Brandts gilt heute mehr denn je und sollte zur Maxime des politischen Handelns auch in Zeiten des Herrn Merz in Deutschland werden, aber nicht nur hier, sondern  sie  sollte in allen Ländern  gelten.

Helga König.

Sonntag, 27. Juli 2025

Sonntagskolumne Helga König, 27.7.25

Kürzlich wurden quasi direkt vor meiner Haustür in Riedstadt-Wolfskehlen mehr als ein Dutzend alter Bäume gefällt, weil ein Gebäude, das der Kirche gehört,- der evangelische Kindergarten-, mit großer Hilfe von Steuergeldern vergrößert wurde. Man hätte das Projekt architektonisch gewiss naturfreundlicher gestalten können, stattdessen wurde der Schwerpunkt auf Volumen gelegt, getreu nach dem Motto "größer, breiter, aufmerksamkeitserheischender." Man kennt das von dicken Autos etc. und sollte wissen, dass diese Ideale in Zeiten der Verschlankung (hoffentlich auch der Bürokratie!)vorgestrig sind. 

Für neue Bäume ist nun auf besagtem Grundstück kein Platz mehr, obschon dieses Blattwerk doch wichtig ist, wie wir spätestens durch die Begründung für die Bepflanzungen in der Oppenheimer- und der Heinrich-Heine-Straße in Riedstadt-Wolfskehlen gelernt haben. Bäume und Pflanzen helfen dabei, an heißen Tagen die Temperaturen herunter zu kühlen. Was für die beiden Straßen, über die ich in meiner vorletzten Kolumne schrieb, gilt, gilt natürlich nicht nur dort. Abholzen ist demnach ein Frevel. Das sagt uns die Logik. Logik ist leider nicht jedermanns Sache! 

Die angedachte Abholzung der Platanen auf dem alten Marktplatz in Riedstadt-Wolfskehlen (auch darüber schrieb ich in einer meiner letzten Kolumnen) scheint mittlerweile offensichtlich kein Thema mehr zu sein. Hoffentlich! 

Jetzt geht es um 10 Bäume, die ein oder mehrere Unbekannte in der Gemarkung von Riedstadt-Goddelau angebohrt und mit dem Herbizid "Glyphosat"  vergiftet haben. Unter diesen stattlichen Bäumen befindet sich die rund 200 Jahre alte, 23 Meter hohe "Karl-Spengler-Eiche", die auf der "Fürstenwiese" genügend Platz hatte, sich prachtvoll auszudehnen. 

Ob der schwer gelitten habende Baum durch Bewässerung gerettet werden kann, bleibt zu hoffen, denn die böse Tat scheint bereits im Mai dieses Jahres begangen worden zu sein. Sie wurde damals von der hiesigen Fachgruppe Umwelt zwar gesehen, jedoch im Hinblick auf die Ursache fehlinterpretiert. Das kann, sollte aber nicht passieren! 

Dass ein "Baumhasser" am Werk war, ist ebenso absurd wie die Vermutung, dass Umweltaktivisten, die auf die Schäden durch Glyphosat aufmerksam machen wollten, sich an den Bäumen versündigt haben. Auch eine Nachahmungstat überzeugt als Motiv nicht wirklich. 

Mich selbst treibt die Frage um: Könnte das Gebiet, wo die vergifteten Bäume stehen, in Zukunft Bauerwartungsland werden und falls ja, wären dann diese Bäume und wenn ja welche im Speziellen störend? 

Als ich las, was in Riedstadt-Goddelau geschehen ist, dachte ich sofort an das Chanson der vor langer Zeit verstorbenen Sängerin Alexandra und an das Motiv für den Tod ihres Freundes, dem Baum. Anbei der Link zum Song:  "Mein Freund der Baum".

Die "Karl-Spengler-Eiche", auf der "Fürstenwiese", spendete bereits Menschen zu Lebzeiten von Goethe und Büchner Schatten. Das sollte jedem bewusst sein. Es würde mich nicht wundern, wenn das Motiv dieses Kulturbanausen merkantilen Interessen geschuldet ist. Deshalb dürfen an dem Ort der Tat, niemals Baugenehmigungen erteilt werden, auch in 100 Jahren nicht!

Bleibt zu hoffen, dass der Fall geklärt wird. 

Helga König