Impressum

Das Impressum finden Sie auf der Hauptseite von "Buch, Kultur und Lifestyle- Das Magazin für den anspruchsvollen Leser" wwww.rezensionen.co

Sonntag, 15. Februar 2026

Sonntagskolumne Helga König, 15. 02.26

"Der Tag wird kommen, an dem es in Russland Alltag sein wird, die Wahrheit zu sagen und für die Gerechtigkeit zu kämpfen." Alexei Nawalny 

Der russische Regimekritiker und Hoffnungsträger aller Putin-Gegner Alexei Nawalny kann diesen, von ihm ersehnten Tag nicht mehr miterleben, denn er wurde 2024 bereits mit Froschgift um sein Leben gebracht. 

Wie man der Tagesschau vom 14.2.2025 entnehmen konnte, äußerte sich der deutsche Außenminister Johann Wadephul auf der Münchener Sicherheitskonferenz dazu wie folgt: "Seine sterblichen Reste enthielten ein besonders starkes Nervengift, Epibatidin, dessen Wirkung 200-mal so stark ist wie Morphium. Es lähmt den Atem, die Muskulatur, die Opfer ersticken qualvoll."

"Wladimir Putin hat meinen Mann getötet mit Hilfe einer chemischen Waffe", äußerte Nawalnaja, die Ehefrau des Ermordeten auf Russisch, so der Tagesschaubericht weiter. 

Wer die Geschichte kennt, weiß wie Despoten zu allen Zeiten gehandelt haben und handeln. Sophie Scholl endete auf dem Schafott, obgleich sie Hitler nicht so gefährlich werden konnte, wie Nawalny dem Machthaber Putin. 

Menschen bewundern Lichtgestalten wie Nawalny. Das ertragen Despoten nicht. 

Alle Despoten eint ihr neurotisches Festkleben an der Macht bei schwacher Persönlichkeit, die sie
geradezu zwingt, alle Mittel, selbst mörderische, einzusetzen, um sich an der Macht zu halten. 

Das rechtfertigt ihr Verhalten keineswegs, sondern erklärt es nur. 

Der vergiftete, russische Regimegegner wusste, wenn man ihn ermordet, wird früher oder später ein anderer sein Werk fortsetzen und Russland von dem Massenmörder und seinen Schergen befreien. Dieses Bewusstsein hat ihm vermutlich die Kraft gegeben, sich bis zum Schluss dem Regime zu widersetzen.

Kein Terrorregime hält ewig.

Auch Hitlers "1000 jähriges Reich" war nach 12 Jahren zu Ende. Dass es 70 Millionen Menschenleben gekostet hat, beweist den Irrsinn von despotischen Persönlichkeiten und die Notwendigkeit sie, wie auch immer, rechtzeitig einzubremsen. 

Sonntag, 1. Februar 2026

Sonntagskolumne Helga König: 1. Feb.2026

Anknüpfend an meine Sonntagskolumne vom 25.1.26 möchte ich heute an dieser Stelle lobend erwähnen, dass man zwischenzeitlich, so  jedenfalls in der Tagesschau von letzter Woche, darüber nachdenkt, die Tabaksteuer, eventuell auch die Steuer auf Alkohol zu erhöhen, um diese Mehreinnahmen den leeren Krankenkassen zukommen zu lassen. 

Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) bekundete: "Der Tabakkonsum kostet Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschenleben und verursacht über 30 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten sowie fast 70 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Folgekosten." 

Ich halte die angedachte Maßnahme wirklich für sehr begrüßenswert und hoffe, dass man- ähnlich wie in England- auch bei Zucker und Produkten, die viel von diesem Suchtmittel enthalten, darüber hinaus auch noch bei Transfetten ähnlich vorgehen wird. 

Der Bürger hat es in der Hand, ob er konsumiert und zahlt oder es lässt. Es ist ziemlich sicher, dass die sogenannten Wohlstandkrankheiten sich verringern würden, die Ärzte nicht mehr überbelastet wären und die Kassen nicht mehr leer. Utopische Preiserhöhungen schrecken zwar nicht alle, so doch viele ab, die zunächst selbstredend protestieren.

Natürlich wird die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie 1000 Einwände vorbringen, um diese Maßnahmen zu verhindern, aber man sollte ihnen kein Gehör schenken, sondern einzig die Gesundheit der Bürger und das Problem der leeren Kassen im Auge haben. 

Ich kannte nicht wenige Menschen, die vor ihrem 60. Lebensjahr aufgrund von starkem Zigarettenkonsum an Lungenkrebs gestorben sind, andere, die wegen teerbedingtem Plaque einen Herzinfarkt bekamen. Hinzu kommen die früh Verstorbenen durch dauerhaften Alkoholkonsum und all jene, die durch Zuckerkonsum schwer erkrankten, so etwa ein Bein amputiert bekamen, an Krebs erkrankten etc. etc. 

In Deutschland leiden, so Google, etwa 20 bis 30 Millionen Menschen an Bluthochdruck, was rund jedem dritten Erwachsenen entspricht (ca. 30-36%) und schätzungsweise rund 5 Millionen Menschen nehmen hierzulande Cholesterinsenker, um keinen Hirnschlag oder Herzinfarkt zu bekommen. Kosten ohne Ende!

Eine veränderte Ernährung, eben ohne den Industriemüll, ein Nein zu Nikotin und Alkohol wäre sinnstiftender.  Natürlich nicht für die Pharmaindustrie.

Helga König

Montag, 26. Januar 2026

Sonntagskolumne Helga König, 25.1.2026

In Deutschland sind etwa 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig (BMI ≥25), wobei ca. ein Viertel der Erwachsenen als adipös (BMI ≥30) gilt. Die Zahlen steigen seit Jahren, speziell bei Männern. Das konnte man letzte Woche den Nachrichten entnehmen und kann es bei Google auch nachlesen. 

Übergewicht führt zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Fettleber, Bluthochdruck (Hypertonie), koronare Herzkrankheit, etc., etc. Das dürfte zwischenzeitlich fast jedem bekannt sein. 

Manchen dämmert, dass diese Tatsache die Krankenkassen sehr belastet und hier in der Folge speziell jene Beitragszahler, die sich gesundheitsbewusst ernähren, auf ihre Figur achten und Sport treiben. Sie werden unfairerweise immer heftiger zur Kasse gebeten. So will es die Solidargemeinschaft. Gerecht ist das nicht. Deshalb muss das System dringend verändert werden. Doch die zuständigen Politiker zieren sich, wie anzunehmen, nicht zuletzt der Lobby wegen. 

Die Pharma- und die Lebensmittelindustrie sind vermutlich an einer Systemveränderung nicht interessiert. Die Werbung verdeutlicht dies tagtäglich. 

Gerade am Samstag fand ich wieder unerbetene Werbung der hiesigen Discounter im Briefkasten vor. Lidl und Aldi sind diesmal auf dem  "American Trip" und stehen sich in Anbieten von krankmachender Fastfood-Kost in nichts nach. Transfette soweit das Auge reicht, dazu noch alkoholische Mixgetränke, American Brownies und Soft-Ice, American Pancakes, Erdnussbutter, Ahornsirup, kurzum Zuckerbomben, reines Gift für die Gesundheit.

Was soll diese Anbiederung an amerikanische Essgewohnheiten? Soll das eine Verbeugung vor Trump werden? 

Wem will man diesen Industriemüll andrehen? Den Zuckersüchtigen?

Wäre es nicht sinnstiftender mediterrane Esskultur zu vermarkten, wo diese einfach gesünder ist und den Zivilisationskrankheiten ein Schnippchen schlägt? 

Den Amerikanern nachzueifern, erweist sich bekanntermaßen in vieler Hinsicht als unklug. Auch in Sachen Ernährung gilt, regionale Produkte zu bevorzugen, möglichst mediterran zu kochen und den amerikanischen Zucker-und Mayo-Bomben die rote Karte zu zeigen.

Helga König


Samstag, 3. Januar 2026

Sonntagskolumne: Helga König, 4.1.2026

Es gibt genügend Themen, womit man sich zu Jahresbeginn in einer Kolumne befassen könnte. Mich berühren der Tod und die Schwerstverletzungen der vielen Jugendlichen durch das Inferno in einer Schweizer Bar im Nobel-Skiort Crans- Montana derzeit am meisten. 

Nicht aus Sensationsgier, sondern um zu analysieren, wie es zu einem solchen Unglück kommen konnte, las ich diverse Artikel in den Medien und sah mir auf FOCUS- online auch Videos an. 

FOCUS schreibt zu einem der Videos: "In den sozialen Medien kursiert am Freitag ein neues Video aus der "Le Constellation"-Bar. Darauf ist zu sehen, wie die Decke bereits lichterloh brennt, Funken sprühen und etwas tropft von der Decke. Die Partygäste drumherum animiert das augenscheinlich allerdings nicht dazu, die Flucht anzutreten. Im Gegenteil - gleich mehrere Gäste filmen die Situation und singen und tanzen weiter."

Warum flüchteten die Teenager nicht, während die Decke bereits lichterloh brannte? Warum funktionierte ihr Fluchtinstinkt nicht? Warum tanzten sie stattdessen oder filmten den Brand? 

Begriffen sie die Gefahr nicht? Woher kommt diese vermutliche Wahrnehmungsstörung bei so vielen? Ist dies das Ergebnis ihres vermutlich täglichen Agierens im Internet? Konnten diese junge Menschen zwischen Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden? Oder vertrauten sie darauf, dass die Feuerwehr den Brand noch rechtzeitig löscht? Fehlte ihnen, selbst bei Gefahr, die Eigeninitiative? 

Spielten Alkohol und Drogen eine Rolle? Oder war es der naive Glauben, dass der Deckenbrand Teil der Silvestershow war? 

Offenbar war dem Ordnungsamt nicht unbekannt, dass in der Bar mit offenem Feuer auf Champagnerflaschen hantiert wurde. Warum hat man den Irrsinn nicht untersagt?

Der Notausgang war, wie man liest, versperrt, die Treppe zu schmal. Die Gründe kann man sich denken. Die Preise für den Event mit teuerstem Champagner lassen sich im Internet leider nicht mehr ermitteln...

Doch weshalb hat keiner im Vorfeld gefragt, was passiert eigentlich in diesem Verlies, wenn ein Unglück geschieht? Gibt es für die vielen Gäste ein Entkommen?

Wie desinteressiert sind Erwachsene, wenn sie diese Frage nicht stellen? Konkret die Betreiber, die Leute vom Ordnungsamt, die Eltern dieser Teenager? 

Ein 55 jähriger Ortsansässiger hat offenbar 20 Jugendliche gerettet, auch ein Münchener Student rettete einige Eingeschlossene noch rechtzeitig. Beide Männer setzten ihr Leben aufs Spiel, während verantwortliche Erwachsene aus unterschiedlichen Gründen restlos versagten, doch diese beiden Retter einfach bewundernswert  handelten. Welch ein Segen, dass es solche helfenden Hände noch gibt!

Für die Toten kann man nur noch beten. Die schwerverletzten Überlebenden werden ihres Lebens nicht mehr froh. Auch für sie gilt es zu beten, dass ihr weiteres Leben nicht zur Hölle wird.

Was muss getan werden? Schluss mit dem Feuerwerksspektakel nicht nur in Crans-Montana, sondern überall!