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Montag, 23. März 2015

Helga König: Twittergedichte, März 2015 , 2. Tranche

Miteinander sprechen
zu dürfen
ist
letztlich
ein Geschenk
und niemals
Selbstverständlichkeit.
Das wissen alle,
die Kontaktabruch
kennen.

***

Süchtig nach 
Anerkennung
bestaunt
Narziss sich
im klaren Gewässer,
doch es huldigt ihm nicht,
lauscht einzig
dem Gesang der Nymphe
Echo

***
Erkennen heißt,
die Verhältnisse,
auch die Dinge
und alles andere
von innen zu betrachten,
bedeutet zerpflücken
bedeutet letztlich zerstören

"Iss bloss nicht
 vom Baum der Erkenntnis."

Sich vom Baum
der Liebe zu ernähren,
ist sinnstiftender

Die Zeitläufte
haben es bewiesen.

***

Ein Eremit
sucht die Stille,
nicht die Einsamkeit
Ein Eremit sucht
in der Stille
nach Wahrheit,
sucht nach Sinn
und er findet ihn
vielleicht in der Liebe

***

Wenn Menschen
Dir entgleiten
haben sie
ihren Part
in Deinem Leben
unwiderbringlich
ausgespielt
Das ist alles

***
Einer
wünschte sich
mehr Licht
bevor er starb
Er lebte
im Mangel
schon lange
Doch er erinnerte
sich des Lichts,
das Charlotte
ihm einst gab.

***
Es gibt Menschen,
die verführen
Dein Herz im Nu
Es kümmert sie nicht,
was mit Deinem
verführten Herzen geschieht,
denn sie können
Dich
nicht lieben

***
Das Schöne ist,
dass all jene,
die man liebte,
im Herzen
für immer Geliebte bleiben,
auch wenn sie lange tot.

***
Auf Zeitfenster achten
Der rasche Wandel
von so vielem
lässt vieles
flüchtig erscheinen
aber auch begreifen,
dass alles seine Zeit hat
***

Nicht immer
kann man schreiben,
Eindrücke schildern.
Noch seltener vermag man,
Gefühle in Worte zu verwandeln,
Ursache: der rasche Wandel selbst


***

Über allem 
der Regenbogen
im Frühling 
als Garant, 
dass 
das Bunte 
blüht und gedeiht.

***

Helga König

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